Archiv der Kategorie 'Tierschutz'

Veggie Day 2011

In einer Woche findet der diesjährige Veggie Day unter dem Motto „Aus Freude am Leben“ in Stuttgart, anders wie im Vorjahr diesmal auf dem Marktplatz statt. Geplant ist ein buntes Programm an Vorträgen, Infoständen und Workshops über Tierschutz und vegetarische sowie vegane Ernährung, Kochshows mit einer Vielzahl an Rezepten, Tipps und Informationen rund um die pflanzliche Ernährung sowie Essensstände und Konzert-Einlagen.
Der Veggie Street Day wird veranstaltet von „Die Tierfreunde e.V.“ in Kooperation mit dem Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) und der Tierrechtsinitiative Region Stuttgart (TiRS).

Sonntag, 12. Juni
Marktplatz, Stuttgart
11.00 – 20.00 Uhr

Programm:
Albino, HipHop-Künstler
Gesellschaftskritischer HipHop mit emanzipatorischem Anspruch

Dominik Münch & Lucia Werner
Jonglage, Akrobatik, Feuerzauber

Kochshow mit Björn Moschinski

Modenschau
Bio- und Fair-trade-Kleidung prêt-à-porter

Sascha Santorineos, Künstler aus Schorndorf
Konzert-Einlage aus dem Genre Folk- / Punk

Zaphods Gun, Künstler aus Mannheim
Konzert-Einlage aus dem Genre Alternative- / Folk-Rock

Karen Duve, Autorin
Vortrag aus ihrem Buch „Anständig essen“

Dr. Markus Keller
Vortrag über Vegane Ernährung

Arnold Wiegand
Vortrag des veganen Ausdauersportlers

Silke Bott
Vortrag über Tierschutz

Mahi Klosterhalfen
Vortrag über behördliche Verstöße in der Landwirtschaft und Tierhaltung

Workshops, Info- und Essensstände

Weitere Infos unter:
http://www.veggie-street-day.de/

GoVeggie

Pelz ist Mord

Kein Lebewesen ist minderwertig oder unwürdig und sei es auch noch so klein. Folgerichtig hat niemand das Recht Tiere zu quälen oder umzubringen, ganz zu schweigen für die selbstsüchtige materielle Bereicherung.
Fakt ist, dass alljährlich mehr als 40 Millionen Tiere weltweit für Pelzprodukte gequält und getötet werden. Bereits für einzelne Pelzprodukte werden bis zu 150 Chinchillas geschlachtet. Alleine in Deutschland existieren mindestens 30 „Pelzfarmen“. Derweil lehnen 80 Prozent der deutschen Bürger Pelz und dessen Verkauf ab. Die Pelzindustrie wird trotz alledem von der Politik noch immer gewährleistet und geschützt.
Nur durch die Zusammenarbeit vieler gewissenhafter Menschen in Folge öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen kann die Abschaffung endlich durchgesetzt werden. Zahlreiche Modehäuser sind durch den konsequenten Widerstand von Tierrechtsbewegungen bereits ausgestiegen.
Die Massenschlachtung und Massentierhaltung ist primitiv und pervers. Ob für Pelzprodukte oder den Fleischkonsum, ist diese Folter ein Vergehen an die unantastbaren Werte des Lebens.

Die Pelzindustrie wirbt für ihre blutbefleckten Produkte, während der Mensch aus reichem Hause sich stolz in dessen neuem Schmuckstück präsentiert als sei das Tragen von Pelz das normalste und natürlichste der Welt.
Dabei ist die Pelzproduktion der wohl überflüssigste und schamloseste Bestandteil kapitalistischen Normalbetriebs. Wer von uns muss denn heutzutage noch Tierfelle tragen, um sich zu warm zu halten? Zumal die Verwertungslogik von derartigen Produkten in erster Linie auf ganz andere Aspekte abzielt.

Die Tierhaltung

Die Mehrheit der Tiere wird auf sogenannten „Pelztierfarmen“ gehalten. Dort werden sie bis zu ihrer grausamen Schlachtung in engen winzigen Drahtkäfigen gehalten, in denen sie sich meist nicht einmal umdrehen können. Nerze werden zusammen mit bis zu vier Artgenossen in Käfigen a 30 × 45 cm gesperrt. Viele bleiben aufgrund der massiven Bewegungseinschränkung in den Gittern und Gestängen hängen, ziehen sich tiefe Schnittwunden zu, erleiden ansteckende Krankheiten und extreme Verhaltensstörungen. Infolge dessen kratzen sich die Tiere die Augen aus, verstümmeln ihren Nachwuchs oder fressen die eigenen Artgenossen.

Fangmethode und Tötung

Die Wildtiere, die in der freien Natur gefangen genommen werden und in die Fangeisen (Tellereisen) geraten, haben bis zu ihrem Abtransport oft tagelang mit unsäglichem Leid und Qualen zu kämpfen. Viele von ihnen sterben an hohem Blutverlust, Erschöpfung, Hunger oder Durst. Muttertiere beißen sich oft selbst das eingeklemmte Bein ab, um zu ihren Jungen zu gelangen, die ansonsten verhungern würden. Jahr für Jahr findet auf den Farmen eine blutige „Ernte“ statt, wie es in der perversen Züchtersprache genannt wird, infolge dessen Millionen von unschuldigen Tieren für die kosmetische Erscheinungsform verwöhnter egoistischer Menschen geschlachtet werden. Die Tiere werden mit Gewalt aus ihren Käfigen gezerrt, zur Tötung zusammen mit anderen Tieren in enge Holzkisten gestopft und mit Kohlenmonoxid vergast. Anderen Tieren wird das Genick gebrochen oder mit Elektroschocks a 240 Volt getötet. In anderen, teils sozial schwächeren Ländern oder solchen wie China in denen Tierschutz völlig vernachlässigt wird, wird den Tieren u.a. wortwörtlich der Schädel eingetreten oder das Fell bei lebendigem Leibe gewaltsam vom Körper gerissen. Nach dieser unmenschlichen Prozedur wird das Tier blutüberströmt als Müll entsorgt bis es dann letztendlich verhungert oder verdurstet. Das Tier erleidet unvorstellbare Schmerzen. Die tonnenschweren Berge an Tierkadavern, die sich während der tragischen Ermordung anhäufen, werden über Tierkörperbeseitigungsanstalten „entsorgt“ und zusammen mit anderen Tierkadavern aus der landwirtschaftlichen Massentierhaltung neben Kosmetikprodukten zu Tiermehl verarbeitet, das wiederum den zum Tode verurteilten Tieren in den Pelzfarmen als Futterzusatz „serviert“ wird.

Pelz und die damit verbundene Tierhaltung bedeuten ausnahmslos Folter und Tod. Und wofür? Ganz einfach: Profit.

Seit 1992 liegt in Deutschland ein Beschluss des Bundesrates vor, nach dem der
Pelzhandel gestoppt werden könne. Dieser Beschluss wurde jedoch nie umgesetzt.

Sagt Nein! zu Pelzhandel und Tierquälerei!
Werdet aktiv und stoppt die Pelzindustrie!

Demozug Sa, 30.10.2010 13 Uhr Stuttgart, Schlossplatz – Infostände schon ab 10 Uhr

weitere Infos unter:
www.stuttgart-pelzfrei.de