Archiv der Kategorie 'Anti-Faschismus'

Angriff von rechtsaußen

Polizeigewalt bei „Läuft nicht“

Am Samstag, den 6. Oktober 2012 kam es im Rahmen der Gegenaktivitäten gegen den Nazi-Aufmarsch in Göppingen zu massiver Polizeiwillkür auf unschuldige Demonstrationsteilnehmer.
Die Südwestpresse berichtet von „Gewalttätigen Ausschreitungen“ und „gezielten Angriffen vermummter linksautonomer Gewalttäter gegen Polizisten.“

So teilte diese mit:

„Wie die Göppinger Polizei berichtete, wurden um 15.10 Uhr Beamte von etwa 250 vermummten Personen der linken Szene im Bereich Friedrich-Ebert-Straße / Mörikestraße mit Gegenständen beworfen. Danach setzte die Polizei Pfefferspray ein.“

Erneut werden durch einseitige und unvollständige Berichterstattung, Sachverhalte willkürlich auseinandergenommen und Tatsachen verdreht. So muss zwar gesagt werden, dass es auch von Seiten einiger Antifaschisten zu völlig unnötigen Gewaltaktionen gekommen ist, aber die alleinige Verantwortung wird gänzlich nur auf das Antifaschistische Spektrum abgewälzt. Dass es bereits Stunden zuvor zu massiven Verletzungen der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit und unverhältnismäßigen Übergriffen von Seiten der Behörden gekommen ist, wird in den Medien mit keinem Wort erwähnt, Stadt und Polizei spielen die Unschuldslämmer.

Bereits gegen 11.15 Uhr wurden die ersten, aus Stuttgart angereisten, Demonstrationsteilnehmer am Göppinger Bahnhof ohne ersichtlichen Grund und ohne nachträgliche Erklärung unter Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray eingekesselt und für mehrere Stunden vor Ort festgehalten. Einzelne Aktivisten wurden herausgezogen, durchsucht, abgefilmt und ebenfalls ohne Angabe von Gründen festgenommen.
Einem verletzten Aktivisten wurde ärztliche Versorgung verweigert und konnte erst nach einiger Zeit unter Begleitung von einem Sanitätsteam behandelt werden.

„Auch ich wurde in Göppingen in “Gewahrsam” genommen. Weshalb, wurde mir trotz mehrmaliger Nachfrage nicht klar mitgeteilt. Ab ca. 11:30 Uhr wurde ich festgehalten, nach ca. 2 Stunden meine Personalien festgestellt, meine Tasche durchsucht, ich selbst abgetastet. Danach in einem Gefangenentransporter zur Polizeidirektion gebracht. Dort wurde erneut meine Tasche ausgeleert, ich und selbige fotografiert und musste mich dann nackt vor zwei Frauen ausziehen, die meine Kinder hätten sein können.
Voraus ging dem: Ich hatte auf meiner Suche nach einem möglichen Weg in die Stadt gefragt, weshalb mehrere junge Menschen, mit denen ich gegangen war, festgenommen wurden. Daraufhin wurde ich ebenfalls in diesen kleinen Kessel gebracht. Ich bin weiblich, gehe stramm gegen die 60 Jahre, hatte in meinem Leben nie einen Menschen verletzt oder je eine persönliche Neigung zu Pyrotechnik entwickelt und dies auch nicht in Göppingen angestrebt oder getan.
Gegen 15:00 Uhr wurde ich versehen mit einem Platzverweis aus dem Polizeipräsidium entlassen. Ich werde versuchen, mich gegen diese Kriminalisierung des Protests gegen faschistische Umtriebe zur Wehr zu setzen. Hätte ich diese Behandlung nicht am eigenen Leib erlebt, ich glaubte das nicht.
Ich wollte mich in Göppingen gewaltfrei gegen den Aufmarsch der Neonazis stellen, auch gerne setzen. Aus ethischen Gründen halte ich es für notwendig, faschistischen Gruppierungen, der Hetze gegen Andersdenkende und deren Rassismus entschieden entgegenzutreten.“

Ein anderer Demonstrationsteilnehmer berichtet:

„Wir wurden direkt am Bahnhof grundlos für über eine Stunde eingekesselt und als ich fragen wollte, ob ich den Bereich nicht endlich verlassen dürfte, wurde ich mit aufs Revier genommen. So erging es noch weiteren Personen, die z.B. nur mal auf die Toilette wollten. Mit mir bei der Polizei waren unschuldige und friedliche Menschen, niemand hatte Randale gemacht oder irgendwas gerufen und jeder wunderte sich, was er dort zu suchen hatte. Doch in der Presse werden die Gegendemonstranten mal wieder als linker wilder Haufen dargestellt, was ich eine absolute Unverschämtheit finde. Es wäre schön, wenn die Presse auch mal recherchieren würde, anstatt einfach nur auf „Copy&paste“ zu drücken…
Ich werde gerichtlich gegen diese Willkür vorgehen, wobei es ja selten was bringt, die Polizei anzuzeigen und das soll ein Rechtsstaat sein?
Es war einfach mal wieder typisch. Sobald man gegen Nazis ist, ist man automatisch ein aggressiver linker Autonomer, der Flaschen wirft und gegen die Polizei pöbelt. Da macht es sich die Presse ganz schön einfach und die meisten Leser glauben das natürlich…“

Zudem sei eine etwa 20-köpfige Abordnung der Grünen Jugend, darunter auch zwei Mitarbeiter der Landtagsfraktion, ohne Vorwarnung von der Polizei eingekesselt und mindestens anderthalb Stunden festgehalten worden.
Diese Zustände ereigneten sich Stunden zuvor, bevor es überhaupt zu den in SWP und anderen Publikationen erwähnten „Flaschenwürfen“ gekommen ist, die es nach unseren Beobachtungen nur vereinzelt gegeben hatte. So wurden nach Angaben der Polizei 28 Beamte verletzt, von den laut Angaben der Sanitätsmannschaften, 110 verletzten Gegendemonstranten fehlt in den Medien jegliche Spur.

Lediglich wurde erwähnt: „Jugendliche berichten über ein unverhältnismäßig hartes Vorgehen von einzelnen Polizeibeamten gegenüber friedlichen Gegendemonstranten.“

„Es ist für die Einsatzbeamten fast unmöglich, immer und überall sofort für eine saubere Trennung zwischen Gut und Böse zu sorgen.“

Wir denken nicht, dass wahlloses Verprügeln von Demonstrationsteilnehmern die geeignete Lösung hierfür ist.

Gegen 15:50 Uhr kam es zu einem polizeilichen Übergriff, der leicht hätte tödlich enden können. Der Vorfall ereignete sich in der Friedrichstraße, in Richtung Einmündung Marktstraße. Hierbei hielt sich eine Gruppe von mehreren Zivilbeamten in ihren Fahrzeugen auf, um Gegendemonstranten zu beobachten und abzufilmen. Ungeachtet der Tatsache, dass sich mehrere Demonstranten auf der Straße aufhielten, fuhr einer der Beamten (Kennzeichen „ES – KQ 867″) zunächst in Schrittgeschwindigkeit an, wobei er einem jungen Aktivisten, der mit dem Rücken zum Fahrzeug stand, von hinten in die Beine fuhr.
Dieser taumelte nach vorne, worauf der Fahrer plötzlich beschleunigte, den Aktivisten unter Vollgas auf die Motorhaube nahm und etwa 50 Meter in Schlangenlinien die Straße hinunterraste. Durch enormes Glück gelang es dem jungen Mann hierbei nicht in voller Fahrt von der Motorhaube geschleudert zu werden. Als der Fahrer des Wagens scharf bremste, fiel dieser letztendlich auf die Straße, woraufhin der Wagen erneut beschleunigte und sich einige Meter vom Ort des Geschehens entfernte.
Von einer aufgebrachten Menschenmenge zur Rede gestellt, postierte sich der Zivilbeamte zunächst mit gezogenem Schlagstock und verweigerte die Herausgabe von Namen und Dienstnummer. Diese gab er erst auf Anraten seiner Kollegen heraus.

„Zur Frage von verletzten Demonstranten konnte sich die Polizei zunächst nicht äußern. Mindestens ein Demonstrant erlitt Augenzeugen zufolge eine blutende Kopfverletzung durch einen Polizeiknüppel und musste sich im Krankenhaus ärztlich versorgen lassen. Der Mann befand sich mit etwa 200 weiteren Demonstranten in einem mehrstündigen Polizeikessel beim Bahnhof.“

In den insgesamt acht ausgestrahlten Artikeln der SWP werden diese Zahlen, ob wissentlich oder nicht sei mal dahingestellt, einfach tot geschwiegen. Mit investigativer Berichterstattung hat das gänzlich wenig zu tun.

Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von unnötigen Gewaltaktionen einiger Antifaschisten, jedoch nicht von dem prinzipiellen Durchbrechen der Polizeiabsperrungen, zumal es gewaltfreie Mittel und Wege dafür gibt:

Die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit ist ein Recht, welches die Nazis ihren politischen Feinden niemals zugestehen würden. Und es kann folglich nur derjenige Toleranz erwarten, der auch bereit ist Toleranz zu geben. Wir behalten uns somit das Recht vor gegen die Beschlüsse der Stadtverwaltung, Nazi-Aufmärsche zu gewähren, diese mittels gewaltfreien Massenblockaden sowie, falls nötig, dem Durchbruch auf die Demonstrationsroute der Nazis zu verhindern.

Artikel 20 GG: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Dass jene für die Umsetzung faschistoider Politik auf die Straße gehen und damit ganz klar gegen die Freiheit des Einzelnen verstoßen, versteht sich von selbst.
Das neonazistische Spektrum vertritt diese Absichten in jeglicher Hinsicht, ob sie nun friedlich aufmarschieren oder nicht. Die Botschaft bleibt dieselbe. Daher halten wir die Beschlüsse der Stadtverwaltung für undemokratisch und den Widerstand an dieser Stelle für legitim. Denn nur weil die Nazis ihre Veranstaltungen gesetzlich zugesprochen bekommen, muss das nicht zwangsläufig das moralisch Richtige sein.

Und wer nach wie vor der Meinung ist, dass die NPD nachweislich nicht verfassungswidrig sei, der nehme doch einmal seine Brille und das Parteiprogramm der NPD zur Hand. Darin fordert die Partei:

„Wiedereinführung der Todesstrafe in besonders schweren Fällen…“

doch Artikel 102 GG besagt, „Die Todesstrafe ist abgeschafft.“

Die Politik scheint nach wie vor nicht in der Lage zu sein menschenwürdige Demokratie zu betreiben.

Weitere Infos zu den Vorfällen, findet ihr hier.

Auf ein Neues

Am 3. September 2011 ist es wieder soweit: Neonazis mobilisieren zum siebten Mal in Folge bundesweit zum sogenannten „Nationalen Antikriegstag“ in die Ruhrmetropole nach Dortmund. Anders wie in den Vorjahren wollen diese gleich zweimal aufmarschieren um für ihre, als Friedensaktion getarnte, Kriegspropaganda zu werben.
Neonazis prahlen seit Jahren mit ihrer Kontra-Haltung zum Afghanistan-Einsatz und dem damit verbundenen Abzug der deutschen Besatzungstruppen.
Anti-kapitalistischer Lifestyle sowie neuerdings vermehrt anti-militaristische Zielsetzungen stehen scheinbar im Fokus ihrer Politik. Wie diese Idee mit den schockierenden Auflagen für das diesjährige Nazi-Festival „Rock für Deutschland“ zusammenhängen soll, muss man wohl nicht verstehen.
Dort enthalten sind ein Verbot von mitgebrachten Getränken, „da diese als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten“, ein Verbot des Mitführens von Schlagstöcken, Baseballschlägern o.ä. sowie ein Verbot von „Reichkriegsflaggen“. Interessant, dass gerade diese selbsternannten „Friedensaktivisten“, ihre eigene Anhängerschaft auf derartig skurrile Aspekte hinweisen muss.

Zu Anfang sind die Teilnehmerzahlen des „Nationalen Antikriegstags“ in Dortmund noch kontinuierlich gestiegen; Von etwa 200 Beteiligten im Jahr 2005, sind die Teilnehmerzahlen in Dortmund bis 2008 auf über 1 000 Neonazis angestiegen. Der Aufmarsch hat sich mit Teilnehmern aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern zu einem der wichtigsten in der Neonazi-Szene entwickelt.
Dies gilt ebenso für Dresden, Gera und Berlin.
2009 musste die Lokal-Politik letztendlich dem politischen Druck der Gegenproteste weichen und die Nazi-Aufmärsche in Dortmund auf eine durch Polizei abgeschottete, fernab jeglicher Öffentlichkeit, stationäre Kundgebung beschränken.
Seit den Erfolgen in Dresden im Jahr 2009, gerät die Bewegung zunehmend ins wanken, die Teilnehmerzahlen gehen massiv zurück, Strukturen sind ausgedünnt und Anhängerschaften lösen sich letztendlich auf.
Konnte 2010 in Dresden noch eine Rekordhöhe von ca. 10 500 angereisten Neonazis verzeichnet werden, von denen es ca. 4 500 – 5 000 Teilnehmer überhaupt bis zur Kundgebung geschafft hatten, blieb der diesjährige Trauermarsch mit 700 Beteiligten peinlich mager aus. In Gera sinken die Zahlen von 4 000 Teilnehmern im Jahr 2009 auf ca. 800 im Jahr 2010.
Während sich 2009 in Berlin noch 1100 Neonazis an den eigenen Protesten beteiligten, verlieren sich die Anhänger nach und nach und enden 2010 in einer Totalblamage von 500 Teilnehmern. Letztendlich 2011 verlief der revolutionäre 1. Mai in Berlin seit Langem gänzlich ohne aufmarschierende Neonazis. Ein weiterer nazi-freier Tag konnte geschaffen und gefeiert werden.

Dagegen hat sich die Stärke des anti-faschistischen und bürgerlichen Widerstandes indes um ein Vielfaches erhöht.
Auch dieses Jahr werden wieder viele Zehntausende Aktivisten versuchen den Nazi-Aufmarsch mittels zivilem Ungehorsam zu verhindern und die national-sozialistische Bewegung somit um einen weiteren wichtigen Eckpfeiler auszubremsen. Weder unverschämte Auflagen, Schikane oder Absperrgitter werden uns davon abhalten, uns zu nehmen was uns als Mensch zusteht: Das Recht auf Widerstand!

Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast

Das Ziel ist neben der Verhinderung des Aufmarschs faschistischer Bewegungen, entschlossen gegen Krieg, Imperialismus und gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft zu protestieren.

Während in Libyen zuweilen schon von ersten Bodenoperationen durch NATO-Streitkräfte die Rede ist, spitzt sich auch die Lage in Syrien sowie in den übrigen arabischen Ländern dramatisch zu.
Seit Mitte März verzeichnen Menschenrechtler bereits knapp 3 000 Tote, die inzwischen während der Freiheitskämpfe gegen Syriens Präsident Baschar Al-Assad von dessen Regimetruppen ermordet wurden.
Erst gestern starben 38 Bürger nach einem Panzerangriff im syrischen Deir Essor. Wird das Szenario in Syrien schon bald zum nächsten Libyen? Wenn man die katastrophale wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Zuge der letzten Militär-Besatzungen in Afghanistan und dem Irak betrachtet, sind wir Gott froh, dass sich zumindest die Menschen hier in Deutschland noch momentan zu 73% gegen eine künftige Militär-Intervention, wie wir sie nun auch in Libyen vor Augen haben, stellen.
Die Zahl der zivilen Todesopfer in Libyen ist deutlich angestiegen, wie Ärzte am Ort nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) berichten.
Das IKRK schätze, dass es derzeit etwa 2 000 Leicht- bis Schwerverletzte gebe.

Das eine Extrem jagt das Andere. Während die libysche Regierung unter Muammar Al Gaddafi das Koalitionskommando der NATO des Todes von 100 Zivilisten beschuldigt, werfen NATO-Befehlshaber dem libyschen Regime wiederum die Inszenierung ziviler Opfer vor. Ein lächerlicher Machtkampf. Kriegstreiber spielen die Unschuldslämmer, doch haben ebenso beide den Tod unschuldiger Menschen zu verantworten.
In Folge eines Luftschlags Mitte Juni, haben NATO-Jagdbomber ein Wohnhaus in Tripolis getroffen und Zivilisten dabei getötet. „Versehentlich“ wie General Charles Bouchard, Oberkommandeur des NATO-Einsatzes in Libyen, bekannt gibt. Dabei waren allem Anschein nach mehrere Menschen getötet worden. Nach Angaben der libyschen Regierung starben neun Zivilisten, darunter zwei Kleinkinder.
Ganz gleich welche Interessen für die NATO nun letztendlich mit dem Einsatz in Libyen verbunden sind, genauso wenig spielt es eine Rolle ob die Schuld an dem Luftschlag nun einem Fehler in einem Waffenleitsystem zu zurechnen sind oder nicht. Es ergibt sich ja wohl von selbst, dass so etwas nun mal passiert. Unschuldige sterben und es werden auch immer unschuldige Menschen sterben müssen, wenn die Regierungen ewig weiter grob fahrlässig derart waghalsigen Kriegseinsätzen Platz bieten und diese noch nicht einmal demokratisch legitimiert sind.

Die Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast und leidet unter den verantwortungslosen Machtspielchen der Regierungsfunktionäre.

Anlässlich des verbrecherischen Überfalls auf Polen am 1. September 1939, wollen wir dieser Tage auch den Millionen Opfern der Nazi-Willkürherrschaft gedenken.

Gegen Krieg und Militarismus,
Tyrannei und Imperialismus!

Auf nach Dortmund!

FightFascism

No Pasarán – Auf nach Dresden

Nach den erfolgreichen Blockaden in Berlin, Erfurt, München, Bernau, Eberswalde, Bochum, Karlsruhe, Leipzig und 2010 erstmals in Dresden, wollen wir uns 2011 erneut den Nazis in den Weg stellen um faschistischer Gesinnung weder Raum noch Perspektiven zu geben sich einzunisten. Ob im national-sozialistischen Spektrum oder in der herrschenden Politik neo-konservativer Spinner.
Wir werden nicht zulassen, dass sich Faschismus und Staatsterrorismus wieder breit machen, wie unter Hitler oder in der damaligen DDR.

Trotz der repressiven Widerspenstigkeit der Regierung und seiner Behörden uns gegen faschistische Bewegungen aufzulehnen, machten Mut, Entschlossenheit und Zivilcourage tausender engagierter Menschen, die Blockaden gegen den europa-weit größten Nazi-Aufmarsch zu einem Erfolg.
Ein weiteres, nicht zuletzt, symbolisches Fiasko und ein schwarzer Tag gegen den Faschismus.

Auch 2011 sind wir gewillt, die Faschisten in Dresden mittels Massenblockaden aufzuhalten.

Gegen Repression, Krieg, Tyrannei, Post-Faschismus und national-sozialistisches Gedankengut!
Widerstand gegen alle Faschisten und Reaktionäre!

Auf nach Dresden!

Mobilisierungsvideo der A2A zum 19. Februar:

Wieder Nazis in Dresden blockieren!

Antifa Actionday 2010 – Nachbereitung

Zum Auftakt der Antifa-Demo versammelten sich im Vorfeld gut 200 Anti-Faschisten am Maximilianplatz um gegen Militarismus und kapitalistischen Normalbetriebs zu protestieren. Die Demo war kraftvoll und laut und wuchs im weiteren Verlauf auf über 1100 Demonstrationsteilnehmer an. Ein reger Erfolg und eine etwas eher peinlichere Bilanz für die angereisten Neonazis, wenn man bedenkt dass sich nicht mehr als knapp 100 Faschisten an dem sogenannten „Heldengedenkmarsch“ beteiligt hatten.

Durch den zumeist verbalen Widerstand der Gegendemonstranten, konnte der Aufmarsch der Faschisten dieses Jahr leider weder verhindert noch effektiv verzögert werden. Enttäuschend war die fehlende Initiative vieler Teilnehmer des bürgerlichen Widerstands, die sich offenbar zu schade waren über eine Polizeibarrikade zu springen und stattdessen, den ganzen Weg parallel entlang der Route zu den Faschisten rüber schimpften, hin und wieder vor einer aufgebauten Polizeikette halt machten um diesen ein „Nazis raus!“ an den Kopf zu werfen. An der angrenzenden Prinzregentenstraße versammelten sich einige Hunderte Demonstrationsteilnehmer in einer Seitenstraße direkt unmittelbar vor der Nazi-Route, die bis dahin von vielleicht nur 5 Polizeibeamten abgesperrt wurde. Was Mensch an dieser Stelle davon abgehalten hat, über die Absperrung zu springen, verstehen wir nicht, zumal es völlig einfache und gewaltfreie Mittel gibt durch diese hindurchzukommen.

Siehe hier:
http://www.youtube.com/watch?v=npelniCmPnU

Eine gelungene Sitzblockade konnte immerhin am Franz-Josef-Strauß-Ring vor der Prinzregentenstraße gehalten werden. Kleinere Sitzblockaden wurden dagegen wieder schnell von herbeistürmenden Einsatzkräften geräumt, wodurch die Nazi-Demo gegen Ende auf eine Alternativroute umgeleitet werden konnte. Ca. 15 Autonome hatten es kurz zuvor geschafft durch die Absperrung auf die Route zu kommen, die durch ihre Unterlegenheit gegenüber den Einsatzkräften der Polizei jedoch kurzer Hand wieder vertrieben wurden. Wir danken für den Versuch.
Völlig unverantwortlich und zudem unnötig war der Einsatz der Zivilbeamten, die sogar mit Teleskop-Schlagstöcken auf die Demonstrationsteilnehmer losgingen, ebenso wie die brutale Vorgehensweise der Berliner Einsatzhundertschaft, die sich zu Zehnt auf einzelne Demonstranten stürzten.

2009 konnte durch den massiven Widerstand der Bürger bereits im Vorfeld des Nazi-Aufmarschs, dieser um Stunden verzögert werden und entgegen nach der Hälfte der geplanten Strecke abgebrochen werden.
Mit ein wenig mehr Einsatz hätte der Aufmarsch auch in diesem Jahr um ein leichtes verhindert werden können.

Nichtsdestotrotz: Heute ist nicht aller Tage – Wir kommen wieder, keine Frage!

Antifa Actionday 2010

Nächsten Samstag, den 13.11.2010 findet in München der diesjährige „Antifa Actionday“ statt.
Für den 13.11. mobilisieren lokale wie auch überregionale faschistische Bewegungen zu einem sogenannten „Heldengedenkmarsch“ durch München. Dabei sollen den Wehrmachts- und SS-Soldaten des Nazi-Regimes, deren Kriegsverbrechen und Willkürherrschaft gedacht und verherrlicht werden. Nach den erfolgreichen Blockade- und Störaktionen von 2009, nachdem der Nazi-Aufmarsch nicht nur um Stunden verzögert sondern auch vorzeitig abgebrochen werden konnte, ist dies nun der dritte Anlauf der Faschisten in München zu demonstrieren, wie auch unser dritter Aufruf gegen diesen Widerstand zu leisten.

München im National-Sozialismus

Gegen 1919 und 1920 war München der Gründungs-Ort der NSDAP und bis 1945 Sitz ihrer Reichsleitung. Hier wurden, neben diversen Programmentwürfen zur Vernichtungspolitik und des Angriffskrieges, mit der Errichtung eines der ersten Konzentrationslager in Dachau, die systematische Verfolgung und Auslöschung des Judentums in Gang gesetzt. Die politische Opposition wurde zerschlagen sowie unliebsame Kunstrichtungen zerstört. Wer Widerstand leistete, wurde verfolgt, gefoltert und hingerichtet.

Die Verherrlichung des National-Sozialismus mobilisiert noch immer die meisten Neonazis und ist wesentlicher Bestandteil ihrer menschenfeindlichen Politik. Und deshalb sagen wir: Nazis raus!

Für eine freie solidarische Gesellschaft!
Kommt alle am 13.11. nach München!

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Stuttgart bleibt bunt

AFRA

Die An­ti­fa­scist Rock Ac­tion (AFRA) ist aus der Stutt­gar­ter Punk- und Hard­core-​Sze­ne her­aus ent­stan­den. Sie steht für die Selbst­ver­ständ­lich­keit von An­ti­fa­schis­mus sowie für ein so­li­da­ri­sches Be­wusst­sein.

Die AFRA kämpft für ein selbst­be­stimm­tes Leben und tritt aktiv gegen jede Art von Dis­kri­mi­nie­rung ein – ganz gleich ob wegen Her­kunft, Haut­far­be, Ge­schlecht, Se­xua­li­tät oder Aus­se­hen.

Mit der Or­ga­ni­sa­ti­on nicht­kom­mer­zi­el­ler Ver­an­stal­tun­gen, er­mög­licht die AFRA eine freie kul­tu­rel­le Ent­fal­tung und ist damit eine Al­ter­na­ti­ve zur kon­trol­lier­ten und auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Un­ter­hal­tungs­in­dus­trie. Au­ßer­dem un­ter­stützt die AFRA fort­schritt­li­che linke Grup­pen und deren Pro­jek­te.

Um die Be­we­gung zu stär­ken und mög­lichst viele Men­schen zu er­rei­chen, ist es wich­tig die AFRA auch an an­de­ren Orten zu eta­blie­ren. Viele Bands un­ter­stüt­zen das und ver­brei­ten diese Mes­sa­ge.
– AFRA -

www.afra.blogsport.de

Nationaler Antikriegstag

Das Bündnis „Dortmund stellt sich quer!“ wurde im Januar 2009 gegründet und wird auch in diesem Jahr erneut versuchen mittels Blockaden den diesjährigen Nazi-Aufmarsch der „Autonomen Nationalisten“ am 4. September in Dortmund zu verhindern.
Im Bündnis sind lokale und bundesweit aktive linke Gruppierungen, Parteien und Jugendbewegungen sowie Teile der Antifa- und Friedensbewegung vertreten.

In den letzten Jahren gab es zahlreiche verschiedene Protestaktionen gegen Neonaziaufmärsche in Dortmund, durch diese die Neonazis ihre Kundgebung 2009 immerhin, nahezu abgeschottet von der Öffentlichkeit und ohne zu marschieren abhalten mussten.
Die Anzahl der Gegendemonstranten hat sich indes um ein Vielfaches erhöht und es wird zumindest mit einer weiteren Steigerung an engagierten Menschen gerechnet.
Leider werden derartige Gegenveranstaltungen immer wieder durch Polizei und Behörden behindert.
Für 2010 hat die Polizei bereits angekündigt hat, dass sie mit aller Gewalt gegen antifaschistische Blockaden vorgehen wird. Wir danken unseren Ordnungshütern deshalb schon im Vorfeld für ihre „Hilfsbereitschaft“.

Das Ziel ist neben der Verhinderung des Aufmarschs faschistischer Bewegungen, entschlossen gegen Krieg, Imperialismus, gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft und nicht zuletzt gegen die geplante Grundlage für eine strategische Einflussnahme des deutschen Monopolkapitals in Afghanistan auf die Straße zu gehen.
Anlässlich des Weltfriedenstages am 1. September 2010, finden zudem im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Tatort Kurdistan“ in zahlreichen Städten Kundgebungen statt um auf die finanzielle Beteiligung deutscher Unternehmen und der Bundesregierung aufmerksam zu machen.

Nürnberg | Aufseßplatz | ab 15 Uhr

weitere Infos unter:
www.tatort-kurdistan.blog.de

Dortmund stellt sich quer!

Gera – Nachbereitung

Trotz des gut vorangegangenen Unmuts vieler engagierter liberaler Bürger, ist es leider nicht gelungen, dass Rechtsrock-Konzert zu verhindern. Wenngleich auch massiver Widerstand aufgeboten war, durch diesen immerhin zahlreiche Kleingruppen Neonazis erst nach Stunden zur Spielwiese gelangten, muss noch Einiges an gegenseitiger Kooperation erarbeitet werden.
Die Blockaden standen, alle Zugänge und Zufahrtsstraßen waren gesperrt.
Am östlichen Ende der Heinrichsbrücke hatten Einsatzkräfte der Polizei einen schmalen Durchgang für die anreisenden Neonazis abgesperrt, um diesen den Zugang zum Festivalgelände frei zuhalten.
Jede Taktik diese Schleuse dicht zu machen, scheiterte, unserer Meinung, nicht an der fehlenden Anzahl von Gegendemonstranten sondern eher an mangelnder Kommunikation und Organisation untereinander, als es nun galt in kürzester Zeit zu improvisieren.
Wenngleich auch mehr engagierte Menschen wünschenswert waren, wären die aufgestellten Ideen auch mit weniger „quantitativ“ durchführbar gewesen. Stattdessen agierten die Demonstranten quasi „gegeneinander“, die Organisation glitt auseinander und unzählige Kleingruppen von Antifas und Anarchisten waren auf dem gesamten Gebiet verstreut.
An manchen Punkten fanden wir es schade, dass Mensch der ein oder anderen anrückenden Gruppe Neonazis nur grübelnd nachgesehen hatte, anstatt die Initiative zu ergreifen sich diesen in den Weg zu stellen.
Man hätte durchaus noch Einiges aus den Gegenaktivitäten rausholen können. Vielleicht wäre der Aufmarsch der Nazis dann doch verhindert und nicht nur behindert worden.
Last but not least: Dein Freund und Helfer. An dieser Stelle möchten wir noch gerne auf die „Arbeit“ der örtlichen Polizei eingehen. Das fast schon geschmacklos „Witzigste“ an der ganzen Aktion, war diese heuchlerische Aussage des (vermeintlichen) Einsatzleiters: „Sie wissen doch, dass wir die Nazis nicht schützen wollen.“
Unser Kommentar: Nun dann sollten Sie das vielleicht ganz einfach nicht tun!
Durch die vielen sinnlosen Übergriffe und Festnahmen, macht ihr euch definitiv auch keine Freunde.

Demonstranten wurden wortwörtlich, einfach so, herausgegriffen und festgenommen. Beamte rechtfertigten ihren aggressiven Schlagstock-Einsatz durch nicht „ordnungsgemäßes“ Verhalten, was sich schon allein durch das Tragen eines Palis äußerte. Wie schon im Aktionskonsens enthalten, ging von uns dabei keinerlei Eskalation aus. Unsere Versammlungen waren allesamt friedlich.
Liebe Polizei, ihr habt mal wieder Erstaunliches zugunsten einer demokratischen Gemeinschaft geleistet.

Fazit: Dass trotz monatelanger Öffentlichkeitsarbeit des Bündnisses und der beteiligten Gruppen (und zuletzt sogar Aufrufen aus der Kommunal- und Landespolitik) kaum Bürger aus Gera selbst auf die Straße gegangen sind, ist ebenso erschütternd wie tragisch. Klassischer Medientratsch alla „Gera habe sich gegen die Nazis behauptet“ blieb natürlich auch nicht aus und ist dieselbe widerwärtige Heuchelei wie wir sie ja sonst nicht anders kennen. Den damit definierten Widerstand dagegen bildeten hauptsächlich anreisende Gruppen u.a. aus Leipzig, Weimar, Saalfeld, Zwickau, Jena, Erfurt, Berlin, Nürnberg und sogar Ulm.

Auch wenn der Aufmarsch der Nazis letztlich nicht verhindert wurde, hat es sich dennoch erneut gelohnt an diesem Tag auf die Straße zu gehen um den Faschisten entgegenzutreten. Dadurch dass sich keine 1 000 Neonazis nach Gera wagten, lässt sich durchaus eine kleine positive Bilanz erkennen. Nach dem peinlichen Auftritt zum 1. Mai in Berlin, an dem es gerade mal 500 Neonazis zur Auftaktkundgebung geschafft hatten, ist es keine Schande das nun teilweise gefloppte Event der Nazis auch mal auszukosten.

Wir bedanken uns bei allen, die sich an diesem Tag, trotz ermüdender Hitze entschlossen haben, den Faschisten den Mittelfinger zu zeigen.
Ein herzliches Dankeschön an die FAU Nürnberg für die enge Zusammenarbeit.

Heute ist nicht aller Tage – Wir kommen wieder, keine Frage!

The Party Is Over!

Seit nunmehr acht Jahren veranstalten NPD und „freie Kameradschaften“ unter dem Namen „Rock für Deutschland“ das inzwischen größte Nazi-Festival Europas im „toleranzoffenen“ Gera, Thüringen.
Durch fehlendes öffentliches Interesse von örtlicher Politik und Bevölkerung, Mangels an Zivilcourage in einer vermeintlich „rationalen“ Gesellschaft und dem „tapferen“ Einsatz der „Ordnungshüter“ konnten Rechtsradikale, abgeschottet von den Protesten ihre Veranstaltung in den vergangenen Jahren nahezu ungestört durchführen.
Presse und Politik dagegen vertreiben sich lieber die Zeit damit anti-faschistischen Widerstand zu kriminalisieren und anscheinend durch einen selbstzufriedenen „Schulterklaps“ die widerwärtige Annahme zu rechtfertigen, mit Medienhetze statt Eigeninitiative, den Nazis irgendetwas entgegen zuwerfen.

Frei nach dem Motto “Blockieren ist unser Recht!” mobilisiert in diesem Jahr ein engagiertes Aktionsbündnis, anti-faschistischer Gruppen, Parteien und Gewerkschaften zu zivilem Ungehorsam in Form von Massenblockaden.
Nach den erfolgreichen Blockaden und Störaktionen in Dresden, Berlin und Erfurt stellt dies nun den ersten Versuch dar, die Versammlung nach dem bewährten Konzept zu verhindern.
Allein in diesem Jahr konnten durch gezielten und organisierten Widerstand auf überregionaler Ebene zahlreiche Aufmärsche faschistischer Bewegungen zerschlagen werden.

Kommt alle am 10. 7. nach Gera und helft mit die letzten
Massenversammlungen rechtsradikaler Gruppen zu stoppen.

Beteiligt euch an den Massenblockaden und Protestaktionen.

Die “Antifaschistische Aktion Gera” mobilisiert darüber hinaus zu einer Demonstration am Vorabend um 19 Uhr am Hbf.

ThePartyIsOver