Archiv für Dezember 2012

Indien: Schule, nicht Ausbeutung!

Indien ist das Weltzentrum der Kinderarbeit – fünfjährige Kinder werden an Menschenhändler verkauft, zur Arbeit gezwungen, missbraucht und geschlagen. Das historische neue Gesetz würde jede Arbeit von Kindern unter 14 Jahren verbieten und Stipendien für arme Familien bereitstellen, damit deren Kinder weiterhin zur Schule gehen können. Doch die Parlamentsmitglieder haben es von der Tagesordnung genommen, weil das Parlament der Ansicht ist, dass es keine ‚Priorität‘ hat. Indische Kinderrechtsgruppen sagen, dass sie dringend unsere Hilfe benötigen, um öffentlichen Druck aufzubauen – und zwar genau jetzt. Hier geht’s zur Online-Aktion.

Agrarspekulation stoppen

Unterzeichnet die Protestaktion von „foodwatch“ an Finanzminister Schäuble.

Ägypten: Gerechtigkeit für Azza Suleiman!

Heute vor genau einem Jahr sah die 49-Jährige Azza Suleiman während einer Demonstration in Kairo, wie Soldaten eine junge Frau schlugen und ihr die Kleider vom Leib rissen. Sie versuchte der Frau zu helfen. Daraufhin prügelten die Soldaten Azza Suleiman bis zur Bewusstlosigkeit.

Sie wurde so brutal zusammengeschlagen, dass sie einen Schädelbruch erlitt und wochenlang mit starken Schmerzen im Krankenhaus lag. Fordert Gerechtigkeit! Hier geht’s zur Online-Aktion.

Kein Freihandel mit gestohlenem Tropenholz!

Bitte unterzeichnet die Protestaktion von Rettet den Regenwald e.V. an die Schweizer Politiker.

Hände weg von unserem Internet!

Das Treffen um den ITR (International Telecommunication Regulations) zu überarbeiten, wurde von der UNO-Organisation International Telecommunications Union (ITU) einberufen. Normalerweise würde es nicht viel Aufmerksamkeit erhalten, aber Russland, China, Saudi Arabien und andere Länder versuchen das Treffen zu nutzen um die Kontrolle des Internets durch Regierungen zu erhöhen mit Vorschlägen, die es erlauben würden, dass unser Internetzugang leichter abgeschaltet werden kann, die unsere Privatssphäre gefährden, die Überwachung und Datenblockierung legalisieren sollen und neue Gebühren für Inhalte im Netz einführen könnten.

Im Moment hat unser Internet kein zentrales Regulierungsorgan, aber verschiedene Nonprofit-Organisationen arbeiten zusammen um unterschiedlichen technologischen, kommerziellen und politischen Interessen gerecht zu werden und das Internet am Laufen zu halten. Das aktuelle Modell ist sicherlich nicht ohne seine Mängel. Amerikanische Dominanz und Unternehmenseinflüsse zeigen den dringenden Bedarf für Reformen, aber Veränderungen sollten sicherlich nicht von einer undurchsichtigen Behörde, welche nur von Regierungen geleitet wird, diktiert werden. Sie sollte durch einen offenen und transparenten, von uns Bürgern geführten Prozess entstehen — und die Interessen von uns Nutzern ins Zentrum stellen.

Die ITU macht extrem wichtige Arbeit — sie erweitert bezahlbahren Zugang für arme Länder und sichert Netzwerke — aber es ist nicht der richtige Ort um zu entscheiden, wie das Internet operiert. Lasst uns sicherstellen, dass das Internet frei und von der Öffentlichkeit verwaltet bleibt und der ITU und der Welt zeigen, dass wir angesichts dieses Angriffs auf unser Internet, Widerstand leisten. Hier geht’s zum Online-Protest.

Zensur

“Wechselgeld?! – gibt’s nicht!”

Gutscheine statt Bargeld. Eine 25-minütige Filmpiraten-Doku über das, im Asylbewerberleistungsgesetz von 1993, verankerte Gutscheinsystem für Flüchtlinge.

Der alltägliche Rassismus an den Supermarktkassen from Filmpiraten on Vimeo.

Ein Geschenk für die Natur

Macht dem Regenwald ein Geschenk: Schon mit fünf Euro tragt ihr dazu bei, dass die Intag-Bewohner 100 Quadratmeter Wald kaufen und schützen können: Hier geht’s zur Spendenaktion.

Briefmarathon 2012

Jedes Jahr im Dezember ruft Amnesty International mit Unterstützung Hunderttausender Aktivisten zum internationalen Briefmarathon auf.
Macht mit bei der weltweit größten Briefaktion und schreibt und gestaltet jetzt online einen Brief: http://www.amnesty.de/briefmarathon

Dein Brief kann Leben retten!

HumanRights

Regenwaldabholzung zollfrei importiert

Bisher gibt es nur wenige Palmölplantagen im Regenwald von Peru. Dass soll sich jetzt schnell ändern. Die EU will nächste Woche ein Freihandelsabkommen mit Peru und Kolumbien schließen. Einer der wesentlichen Punkte ist der zollfreie Import von Palmöl nach Europa. Peru plant jetzt schon Tausende Hektar neuer Palmölplantagen anzulegen.

Das Handelsabkommen konzentriert sich darauf, europäischen Unternehmen einen bevorzugten Zugang zu den Rohstoffquellen in Peru und Kolumbien zu garantieren. Verbindliche Regeln für Menschenrechte und Umweltstandards sind hingegen nicht festgelegt. Dabei ist der skrupellose Abbau von Rohstoffen in beiden Ländern einer der Hauptgründe für Proteste der Bevölkerung. In Peru gibt es derzeit 148 Umweltkonflikte, bei denen im letzten Jahr 16 Menschen bei Protesten gegen Bergbauprojekte ums Leben kamen. In Kolumbien wurden allein 2012 34 Gewerkschafter ermordet.

Die Rohstoffausbeutung durch internationale Unternehmen führt in beiden Ländern zu erheblichen Umweltzerstörungen. Wasserquellen werden abgegraben und vergiftet, die Regenwälder für Bergbau, Erdölförderung und den Anbau von Ölpalm-Plantagen abgeholzt. Ein Handelsabkommen, das Menschenrechte und Umweltschutz außer acht lässt, fördert diese negative Entwicklung – schreibt selbst die EU in ihrem Umwelt-Gutachten zum Handelsvertrag. „Vor allem die transnationalen Unternehmen profitieren von dem Freihandelsabkommen. Sie betreiben ihre Bergwerke ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur“, kritisiert die kolumbianische Menschenrechts-Anwältin Maria del Pilar Silva.

Bitte appelliert an die EU-Parlamentarier, dem Freihandelsabkommen in der aktuellen Fassung aus sozialen und ökologischen Gründen nicht zuzustimmen. Hier geht’s zur Petition.