Archiv für Mai 2011

Dranbleiben! Stand halten!

Am 6. Juni wird im Kabinett das weitere Vorgehen in Sachen Atompolitik debattiert und damit auch hoffentlich das lang ersehnte Ausstiegsprogramm und die damit verbundene schrittweise Stilllegung der Atomanlangen in Deutschland beschlossen.

Unter dem Motto „Atomausstieg in die Hand nehmen“ haben am 12. März 2011 bundesweit über 60 000 Menschen mit der Bildung einer 45 km langen geschlossene Menschenkette vom AKW Neckarwestheim nach Stuttgart ihren Protest und die Ablehnung der Atomindustrie demonstriert.
Am 14. März versammelten sich über 1 000 Teilnehmer zu einer spontanen Mahnwache am Ulmer Münsterplatz sowie weitere 1 200 Demonstranten am Abend des 18. März auf dem Münsterplatz, woraufhin diese lautstark durch die Innenstadt zogen.

Ca. 8 000 Protestteilnehmer demonstrierten am 25.04. in Günzburg ihre Entschlossenheit gegen den Betrieb des AKW Gundremmingen und die herrschende Lobbypolitik der Regierung. Bundesweit kamen am Ostermontag etwa über 50 000 Atomkraftgegner zusammen.

Jahrelanger Protest und Widerstand mit dem Ziel des Sturzes der Atomindustrie und dessen kapitalistischen Produktionsweise.
Am Samstag, den 28. Mai, wird es vor der Kabinettsitzung einen letzten geballten Aufschrei des Protests in zahlreichen Städten geben: In 21 Städten wollen wir gemeinsam mit vielen zehntausenden Menschen für einen konsequenten Atomausstieg demonstrieren. Der Erfolg dieses Protests hängt allein davon ab, ob alle mit anpacken!
Für die Regierung ist klar, Klientelpolitik und Standardlogik im Auftrag der Konzerne und Atomindustrie.

So wollte diese, wie in den Jahren zuvor, weiteren hoch radioaktiven Brennstoff aus dem DDR-Versuchsreaktor Rossendorf zur Wiederaufbereitung in das Atommüllager Ahaus bei Majak, Russland transportieren.
http://a2a.blogsport.de/2010/11/24/ard-magazin-monitor-berichtet-ueber-die-ueberfuehrung-von-hochradioaktiven-brennstaeben-nach-russland/
951 abgebrannte Brennstäbe aus hoch angereichertem Uran. Dieses wird nun doch nicht ins Atomlager Ahaus verlagert, Umweltminister Norbert Röttgen hat den Transport kurzfristig abgesagt.

Die im Ural gelegene Atomanlage in Majak hat weite Teile des Südural verseucht. Die örtliche Bevölkerung klagt und berichtet über Krebsgeschwüre und Todgeburten unter kaum vorhandener oder mangelnder medizinischer Versorgung aus Kostengründen, trotz jahrelanger Gerichtsverfahren. Die Behörden weigern sich strikt Majak als verstrahlte Krisenregion anzuerkennen.

Samstag, 28. Mai – Bundesweite Demonstration gegen die Atomindustrie

14:00 Uhr: Auftaktkundgebungen am Bahnhof Neu-Ulm und Hauptbahnhof Ulm
14:45 Uhr: Demonstrationszüge durch die Innenstädte zum Ulmer Münsterplatz
15:30 Uhr: Hauptkundgebung am Ulmer Münsterplatz

Packt mit an! Gemeinsam stürzen wir die Atomindustrie und das Konsortium der Lobbyisten!

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