Archiv für Februar 2011

Revolution in Ägypten. Brzezinski reibt sich die Hände?

In Ägypten herrscht Revolution. Das Volk will das alte System komplett abschaffen. Der Geist der Gemeinschaft einte das Land und führte zur Revolution.
Interessant ist nur wie die USA die Situation nutzen um Kapital aus den Gegebenheiten zu schlagen. Nicht nur, dass Teile der Macht auf den mit Israel und den USA stehenden Vize-Präsident übertragen wurde, die USA versuchen diese Revolution nicht nur zu unterstützen sondern auch verdeckt zu unterwandern.
Das Resultat wäre, dass das ägyptische Volk im nachhinein wieder unter einem neuen Diktator stehen würde. Die diktatorischen Machtkonstrukte sind vorhanden, nur merkt der Fisch nicht, dass er an einer Angel hängt wenn man die Rute laufen lässt. Der Allgemeine Unmut der Arabischen Welt ist sehr gut zu verstehen, angesichts der Lebensverhältnisse der Bevölkerung.
Zbigniew Brzezinski wird offiziell beschrieben als ein führender Politikwissenschaftler, Professor und der oberste Berater für Nationale Sicherheit unter US-Präsident Carter. Inoffiziell gilt er als ranghoher Insider, Analyst der globalen Elite und deren Agenda sowie als Indikator dafür, woher der Wind in einflussreichen Kreisen weht. Auf dem Sender ABC News erklärte er nun, es sei in Mubaraks “bestem Interesse” zu gehen. Er solle auf die “externen” Ratschläge hören und seinen Teil dazu beitragen, eine Demokratisierung in die Wege zu leiten. Die Alternativen wären hart, Brzezinski beschreibt das Szenario eines harten Durchgreifens des Militärs und resultierenden Chaos.

http://www.youtube.com/watch?v=eFGXpIz3mvY&feature=player_embedded

Ägyptische Militärs trafen sich kürzlich mit ranghohen US-Regierungsfunktionären und erklärten im Anschluss öffentlich, man werde nicht mit Gewalt gegen die Demonstranten vorgehen.

http://www.youtube.com/watch?v=eFGXpIz3mvY&feature=player_embedded

Brzezinski erklärte, der Iran sei ein Negativbeispiel und eine Warnung gewesen, wie eine Revolution gefährliche Kräfte begünstigen könne. Der Iran hatte sich wiederholt den Organisationen und Programmen der Neuen Weltordnung verschlossen und gilt seitdem als Pariah.
Eine von der CIA und diversen Frontgruppen des militärisch-industriellen Komplexes organisierte und finanzierte Twitter-Revolution im Iran scheiterte.

Die Türkei hingegen sei laut Brzezinski ein Positivbeispiel für ein Land, in dem die Armee die “Demokratie” und eine Umwälzung des Landes möglich gemacht hatte. Unter dem NATO-Schirm entwickelte sich das türkische Militär seit den 1950er Jahren zum zweitgrößten im Bündnis nach den Vereinigten Staaten. Staatsführer Erdogan äußerte sich einst über Demokratie wie folgt:

“Man steigt auf den Zug auf bis man an seinem Ziel angekommen ist, dann steigt man ab.”

In seinem Klassiker “NATO-Geheimarmeen in Europa” schreibt der Historiker Daniele Ganser über die Hintergründe der tief verwurzelten türkischen Abneigung gegen Freiheit und Demokratie:

“Obwohl die Türkei während des Zweiten Weltkriegs offiziell neutral war, schlug sie sich letztlich auf die Seite der Sieger und erklärte 1945 Deutschland den Krieg, doch die Unterstützung für Hitler und Mussolini war unter den Nationalisten der pantürkischen Bewegung sehr stark. Unter dem Einfluss von Rassentheorien der faschistischen Bewegung in Deutschland betonten die Pantürken zunehmend die Bande des türkischen Volkes, forderten einen ‘homogenen’ Staat und predigten eine Doktrin der rassischen Überlegenheit.”

“Wegen seiner geografischen Lage war die Türkei ein strategisch äußerst wertvolles Territorium. Während des Zweiten Weltkriegs und auch danach diente die Türkei als wichtiger ‘Balkon’ für Operationen der USA und der NATO.”

“…die türkische Elite [wurde] ein ausgezeichneter Abnehmer für Verteidigungsgüter der amerikanischen Rüstungsindustrie und erhielt von den USA Hilfen in Milliardenhöhe.”

“Um die Türkei fest innerhalb der NATO zu integrieren, entschieden die Vereinigten Staaten, die dominante und gewalttätige pantürkische Bewegung für ihre eigenen Zwecke zu nutzen.”

Im GLADIO-Feldzug wurden türkische Spezialeinheiten ausgebildet, u.a. auch in Terror unter falscher Flagge, der beispielsweise die Griechen belastete und die autoritäre politische Führungsweise legitimieren sollte.

Brzezinski brachte in einer Ansprache vergangenes Jahr seine Besorgnis zum Ausdruck, dass bis zu 130 Millionen junger gebildeter Menschen auf der Welt zu aktiven Revoluzzern werden könnten.
Um Ägypten scheint er sich wenig Sorgen machen zu müssen. Das neue Aushängeschild der Protestbewegung und potentieller neuer Staatschef ist der ehemalige ranghohe UN-Funktionär und Mubarak-Gegner Mohamed El Baradei, Mitglied des Vorstands der Kuratoren der International Crisis Group, eine undurchsichtige NGO (non-governmental organization) mit einem jährlichen Budget von über 15 Millionen Dollar welches zur Verfügung gestellt wird von Carnegie, der Ford Foundation, der Bill & Melinda Gates Foundation sowie George Soros’ Open Society Institute. Soros höchstpersönlich ist Leiter von ICG, genauso wie Zbigniew Brzezinski.

Aegypten

No Pasarán – Auf nach Dresden

Nach den erfolgreichen Blockaden in Berlin, Erfurt, München, Bernau, Eberswalde, Bochum, Karlsruhe, Leipzig und 2010 erstmals in Dresden, wollen wir uns 2011 erneut den Nazis in den Weg stellen um faschistischer Gesinnung weder Raum noch Perspektiven zu geben sich einzunisten. Ob im national-sozialistischen Spektrum oder in der herrschenden Politik neo-konservativer Spinner.
Wir werden nicht zulassen, dass sich Faschismus und Staatsterrorismus wieder breit machen, wie unter Hitler oder in der damaligen DDR.

Trotz der repressiven Widerspenstigkeit der Regierung und seiner Behörden uns gegen faschistische Bewegungen aufzulehnen, machten Mut, Entschlossenheit und Zivilcourage tausender engagierter Menschen, die Blockaden gegen den europa-weit größten Nazi-Aufmarsch zu einem Erfolg.
Ein weiteres, nicht zuletzt, symbolisches Fiasko und ein schwarzer Tag gegen den Faschismus.

Auch 2011 sind wir gewillt, die Faschisten in Dresden mittels Massenblockaden aufzuhalten.

Gegen Repression, Krieg, Tyrannei, Post-Faschismus und national-sozialistisches Gedankengut!
Widerstand gegen alle Faschisten und Reaktionäre!

Auf nach Dresden!

Mobilisierungsvideo der A2A zum 19. Februar:

Wieder Nazis in Dresden blockieren!

CIA und Bechtel verhelfen China zur Supermacht

Das klandestine Skull & Bones-Netzwerk zerstört und erschafft Staaten nach Belieben. Die Organisation an der Elite-Universität „Yale“ rekrutiert seit ihrer Gründung nur 15 neue Mitglieder pro Jahr aus dem Establishment. Gründer im Jahr 1832 war General William Russell, dessen Versandunternehmen später die amerikanische Seite des chinesischen Opiumhandels dominierte. Die Universität selbst wurde gegründet von Eli Yale, der durch seine Arbeit für die mächtige, Opium schmuggelnde British East India Company sein Vermögen machte.

Skull and Bones rekrutierte die meisten wichtigen Familien aus New England, die ebenfalls am Opiumhandel verdienten, darunter die Coffins, Sloanes, Tafts, Bundys, Paynes und Whitneys. Die Bush-Familie ist eine der in der Öffentlichkeit bekanntere, aber nicht sonderlich ranghohe dieser “Old Money”-Familien von der Ostküste.
George H.W. Bush, der erste diplomatische US-Abgesandte der 1973 an die Volksrepublik China geschickt wurde, war ein Mitglied von Skull and Bones. So wie auch sein Vater, sein Bruder, sein Sohn, Onkel, Neffe und mehrere Cousins. Winston Lord, der US-Botschafter für China während der Reagan-Bush-Administration war Mitglied, genauso wie sein Vater und mehrere andere
Verwandte. Auch der Botschafter für China, James Lilley und dessen Bruder. Abgesehen von der Carter-Administration war jeder US-Botschafter für China seit Henry Kissingers Deal mit Mao ein Mitglied von Skull and Bones.

1903 startete die „Yale Divinity School“ eine Anzahl an Schulen und Krankenhäuser in China die man generell als „Yale in China“ bezeichnete. Hinter Yale in China verbarg sich ein Geheimdienstnetzwerk um für das angloamerikanische Establishment die republikanische Bewegung von Sun Yat-sen zu zerstören. Sun war verhasst weil er China in ein moderneres westlich-orientiertes Land entwickeln wollte. Die chinesischen Kommunisten kamen gerade recht, da sie China in ein ineffektives Unrechtssystem überführen und den Opiumhandel fortführen wollten. Einer der bedeutendsten Studenten von „Yale in Chinas“ war Mao.
Während des zweiten Weltkriegs war „Yale in China“ das benötigte Instrument des amerikanischen Geheimdienstes „Office of Strategic Services“ (OSS) um die Maoisten an die Macht zu bringen. Die Mission wurde vom OSS-Agenten und Skull & Bones-Mitglied Reuben Holden geleitet, dem Ehemann von George H.W. Bushs Cousine. Bush leitete später in seiner Karriere den OSS-Nachfolger CIA. Die Maoisten entwickelten China zum weltgrößten Opiumproduzenten. Yale in China hatte Verbindungen zu dem „New Yorker Union Theological Seminary“, ein Zentrum für die amerikanische Unterwanderung Asiens. Union Theological wurde 20 Jahre lang dominiert von Henry Sloane Coffin, ein führender US-Nachrichtendienstfunktionär aus den Familien Sloane und Coffin. Er war Mitglied von Skull and Bones wie auch ein Dutzend seiner Verwandten.

Der brillante Historiker und Wirtschaftsforscher Dr. Antony Sutton dokumentierte in seinen Büchern wie Skull and Bones das kommunistische System in China aufbauten. China stieg nicht zur Weltmacht auf, das Land wurde auf den Status gehoben. Sutton erläutert wie die Skull & Bones-Projekte, Nazi-Deutschland und die Sowjetunion in einen zweiten Weltkrieg eskaliert wurden und wie eine fortschreitende Zentralisierung der Welt erreicht wurde mit u.a. COMECON, NATO, UNESCO, Warschauer Pakt, SEATO, CENTO und der „Trilateral Commission“. China war nur ein weiteres “Projekt”.

Der chinesische Regierungsfunktionär Chin-tung Liang schrieb über [US-]General Joseph W. Stilwell, den wichtigsten US-Repräsentanten in China von 1942 bis 1944: “Vom Blickwinkel des Kampfes gegen den Kommunismus aus betrachtet […] hat [Stilwell] China einen großen Bärendienst erwiesen”. Dabei hatte Stilwell nur seine Befehle aus Washington umgesetzt, von General George C. Marshall. Admiral Cooke sagte gegenüber dem US-Kongress “… 1946 benutzte General Marshall die Taktik der Vorenthaltung von Munition um unsichtbar die chinesischen Streitkräfte zu entwaffnen.”

Wenn wir General Marshall betrachten, müssen wir uns daran erinnern dass in den USA der zivile Flügel das letzte Wort hat in militärischen Angelegenheiten und das bringt uns zu dem damaligen Kriegsminister Henry L. Stimson, Marshalls Vorgesetzter und Mitglied im Orden von Skull and Bones (Eintritt 1888).
Während dieses Buch in Druck gegangen ist (Anfang 1984), hat der Bechtel-Konzern eine neue Firma gegründet, Bechtel China Inc., um Aufträge für die chinesische Regierung zu übernehmen hinsichtlich Entwicklung, Technik und Bauten.
Der neue Präsident von Bechtel China Inc. ist Sydney B. Ford, ehemals Marketing Manager von Bechtel Civil & Minerals, Inc. Gegenwärtig arbeitet Bechtel an Studien für die „China National Coal Development Corporation“ und die „China National Offshore Oil Corporation“ – beides natürlich chinesische kommunistische Organisationen. Es scheint dass Bechtel nun eine ähnliche Rolle spielen wird wie Albert Kahn, Inc. aus Detroit, die Firma die 1928 die ursprünglichen Studien und Planungen unternommen hatte für den ersten Fünf-Jahres-Plan der Sowjetunion.

„Das kommunistische China wird ungefähr im Jahr 2020 eine “Supermacht” sein, geschaffen von amerikanischer Technologie und Fähigkeiten. […]“

„Es besteht kein Zweifel daran dass Bechtel die Aufgabe erfüllen wird. Der ehemalige CIA-Direktor Richard Helms arbeitet für Bechtel, genauso wie Außenminister George Shultz und Verteidigungsminister Caspar Weinberger.“

Jahresrückblick 2010

Das Jahr 2010 war das Jahr der Krise. Eine Krise die nicht nur vorhersehbar war oder etwa versehentlich sondern gezielt herbeigeführt worden ist. Warum? Um unseren Lebensstandart zu mindern und mehr Gelder von unten nach oben in der Pyramide fliesen zu lassen, an deren Spitze die Hochfinanz steht.
Darüber hinaus erlebte Deutschland zumindest einen Hauch von „demokratischem Erwachen“, anlässlich der Proteste gegen S21 und der immer noch beherzigten Atompolitik der Koalition. Viele Menschen konnten sich ein tatsächliches Bild der angeblich „deeskalierend“ wirkenden Polizeiarbeit, der Kriminalisierung von Protestbewegungen und den damit verbundenen Repressalien machen unter der politische Aktivisten schon seit Jahren zu leiden haben. Systematische Gewalt und Willkür, indes u.a. auch grundlos Demonstranten aus der Masse herausgezogen werden. Erstmals kamen die Bürgerinnen und Bürger vermehrt ihrer Verantwortung der Stimme nach, die sie abgaben. Ein kleiner Schritt nach vorn für die Demonstrationskultur in Deutschland.
Im November 2010 wurde ein neues Kapitel zur Überwachung der Massen aufgeschlagen, zur Schaffung des gläsernen Menschen. RFID (siehe Artikel „RFID-Überwachungszeitalter bricht an. Die totale Kontrolle“: http://a2a.blogsport.de/2010/11/17/autonom-anarchistische-allianz-neuen-beitrag-erstellen-wordpress/). In unseren Personalausweisen ist nicht mehr nur ein elektronisch-lesbares biometrisches Lichtbild enthalten, sondern auch unsere Fingerabdrücke. Alle enthaltenen Daten können von Polizei mittels Chip-Lesegerät aus kurzer Distanz ermittelt werden. Doch der Einfallsreichtum der Regierung hört dabei noch lange nicht auf. Bald schon werden wir auch noch unsere Geldtransaktionen über diese Technologie tätigen, indes Bargeld immer weniger eine Rolle spielt. Wenn angebliche „Sicherheitsmängel“ dieses Ausweises von den Behörden propagiert werden, wird man den Personalausweis durch ein winziges Implantat ersetzen und kann jeder Zeit nach Belieben automatisch identifiziert werden. Das bedeutet totale Kontrolle über die Geschäfts- und Lebensfähigkeit eines jeden Bürger zu erhalten. Ferner werden wir auch keine Krankenkarte mehr benötigen, da jede Krankheitsgeschichte bei Abruf bis ins kleinste Detail ausgelesen werden kann.
Verbesserte und überwachte Kontroll- und „Sicherheitsbedingungen“ an Flughäfen und Zollämtern, die sich immer häufiger an amerikanischem Vorbild orientieren. Nicht zuletzt die fragwürdigen Partnerschaften zwischen der CDU / CSU und Usbekistan sowie deren freundschaftlichen Beziehungen zu Chinas Diktator Mao Tse-Tung, Italiens Staatsoberhaupt Silvio Berlusconi und seiner faschistischen Einheitspartei. Die blauen Uniformen als neue europaweite behördliche Einheitsfarbe dürfen in einer imperialistischen EU-Verfassung natürlich auch nicht fehlen.
Die US-amerikanische Regierung, die sich öffentlich zu Meinungs-, Presse- und Redefreiheit bekennt, aber hinterrücks politische Gegner, Oppositionelle und Gewerkschafter durch „Cointelpro“ des FBI im Schlaf überfällt und mit 21 Kugel „exekutiert“. Ganz im Stil der Gestapo.
Interessant wie inspirationsfreudig unsere Behörden doch sind, wenn man bedenkt, dass LKA-Beamte wie im Fall des Musik-Studenten Tennessee Eisenbergs (Ende April 2010), sich offensichtlichen Problemen ohne Vorwarnung von hinten mit 12 Kugeln entledigen. Die gerechtigkeitsmüde Justiz Beweise entkräftigt und Fälle gewissenlos einstellt. Die Geschichte scheint sich unaufhaltsam immer wieder zu wiederholen. Gestapo – Stasi – BKA. Und die Menschen interessiert es nicht.
Wenn man all die mordlustigen Kommentare auf Portalen von Spiegel-TV oder ähnlichen Publikationen verfolgt, die derartige Reportagen überraschenderweise ins Blickfeld der Öffentlichkeit tragen, verwundert es nicht allzu viel, dass viele Menschen immer noch hinter ihrem heraufbeschwörten „Freund und Helfer“ stehen und dessen Verbrechen aufs lachhafteste rechtfertigen.
Da fragt man sich des Öfteren was eigentlich in den kranken Köpfen dieser Gesellschaft vor sich geht, die sich ja ach so „pazifistisch“ geben aber andererseits derartigen Mordanschlägen der Polizei zufriedenstellend zunicken, aufgrund dessen weil diese verachtenswerte Gewalt die Uniform des „Rechtsstaates“ trägt.

Dieser Staat entwickelt sich nach und nach zu einem nach international getrachtetem Modell des Polizeistaats. Wohin wird sich das alles noch entwickeln? Sind unsere politischen Verhältnisse bald vergleichbar mit der Polizeipräsenz in polnischen Innenstädten, in denen wortwörtlich an jeder Ecke bewaffnete Bereitschaftspolizisten mit Maschinenpistolen patrouillieren? Dessen Gebäude, Privatwohnungen, Geschäfte und Fassaden ausnahmslos mit zahlreichen Überwachungskameras vollgestopft sind, wie es u.a. schon in Freiburg der Fall ist? Oder werden unsere Polizei-Einsatzkräfte mit den, schon seit längerem, debattierten Teleskopschlagstöcken und Metallkugeln mit Gummilegierung ausgerüstet (sogenannte „Gummikugeln“) und auf Demonstranten losgelassen wie in Frankreich? Den Teleskopschlagstock findet man mittlerweile nämlich schon bei Berliner Bereitschaftspolizisten und Zivil-Beamten.

Vieles hatte im Jahr 2010 ihren Anfang. Wir zählen die Tage bis zu ihrem Ende.
Was das Jahr 2011 alles für Überraschungen für uns übrig hat, werden wir weiterhin umfangreich beleuchten.
Wir wünschen uns ein vollständiges Erwachen der Bevölkerung, zu erkennen wie weit die Schlinge sich bereits zugezogen hat.

Nie wieder NATO!

Wie schon seit etlichen Jahren treffen sich auch 2011 am ersten Februarwochenende wieder führende Kader aus Politik, Militär und Rüstungslobby im Hotel „Bayerischer Hof“ in München zur sogenannten „Sicherheitskonferenz“. Abtrünnige Regierungsvertreter und Kriegstreiber, angereist aus überwiegend NATO- und EU-Staaten, die über ihre weitere Vorgehensweise in Bezug auf Kriegspläne und fortschreitende Militarisierung beraten. Mobilisierung und Protest laufen auf Hochtouren.

Der Krieg in Afghanistan, im Irak, die Bombardierung auf Pakistan und die Kriegsandrohungen gegen Nachbarstaaten sind die berechenbaren Folgen ausbeuterischer imperialistischer Wirtschaftspolitik. Unter völkerrechtswidrigen Bedingungen werden Rohstoffquellen erbeutet und neue Handelswege für das Groß-Kapital geebnet.

EU-Verfassung und Einsatz der Bundeswehr im Inneren

Mit der Staatswerdung der Europäischen Union werden die Kompetenzen im Bereich „Innerer Sicherheit“ zunehmend ausgeweitet.
Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus sowie gegen die organisierte Kriminalität wird meist in einem Atemzug mit illegaler Migration genannt. Das „Stockholmer Programm“, der innenpolitische Fünfjahresplan der EU, beinhaltet zahlreiche problematische Maßnahmen: Migrationsabwehr, Datentausch, grenzüberschreitende Repressionszusammenarbeit, gemeinsame Polizeieinsätze außerhalb der EU oder der Versuch, Risikoanalysen zukünftigen abweichenden Verhaltens zu erstellen.
Mit dem Vertrag von Lissabon erhält die EU neue Kompetenzen zum Ausbau ihres Sicherheitsapparats. Hinzu kommt die Planung einer „Strategie der inneren Sicherheit“, die eine Zusammenarbeit zwischen Polizei, Militär und Geheimdiensten vereinfachen soll. Die Sicherheitsindustrie forscht hierfür an technischen Werkzeugen, um Überwachung und Kontrolle zu automatisieren und gegen jedes abweichende Verhalten in Stellung zu bringen.
Spätestens seit dem Kopenhagener Klimagipfel, aber auch bei Nato-, G8- oder EU-Gipfeltreffen wird politischen Aktivisten klar, wie gut vernetzt europäische polizeiliche Behörden mittlerweile sind.
Schon im Vorfeld tauschen sie Daten über mögliche „Störenfriede“ aus, treffen sich unter Geheimdiensten, entsenden Verbindungsbeamte, stellen Fahrzeuge und Material sowie zunehmend ganze Einsatzhundertschaften.

Obwohl der Einsatz der Bundeswehr zur Wahrung der „inneren Sicherheit“ noch offiziell als verfassungswidrig gilt, steigen Militär-Einsätze gegen die eigenen Bürger weiter drastisch an. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Hilfsaktionen, wie zur Hilfsgüterverteilung bei Naturkatastrophen sondern um gezielte Beihilfe polizeilicher Aufgaben. Spähpanzer und Tornado-Aufklärungsflugzeuge wurden 2007 gegen die Anti-G8-Proteste in Rostock / Heiligendamm eingesetzt. Militärs und Überwachungsdrohnen kamen zudem während den Protesten gegen den Castor-Transport 2010 zum Einsatz.
Konkret geht es um eine Ergänzung von Artikel 35 des Grundgesetzes, der die Amtshilfe regelt. Im Paragraphen ist dann folgendes enthalten: „Reichen zur Abwehr eines besonders schweren Unglücksfalles polizeiliche Mittel nicht aus, so kann die Bundesregierung den Einsatz der Streitkräfte mit militärischen Mitteln anordnen“. Unterdes kann ähnlich wie kürzlich in Spanien das Kriegsrecht gegen unkontrollierbare Massenstreiks angewandt werden.

Gegen NATO, Krieg und Militarisierung

Linke Gruppen haben von Samstag, den 22. Januar bis zum 2. Februar in Berlin zu „Aktionswochen“ aufgerufen, indes sich u.a. 500 Menschen in Berlin-Neukölln zu Protesten gegen die Mandatsverlängerung des Afghanistan-Einsatzes eingefunden haben. Die Aktionswochen richteten sich gegen Krieg, Staatsterrorismus und für den Erhalt des linken Hausprojekts „Liebig 14“.

Im Laufe der nächsten Woche folgen Aktionen gegen Polizeigewalt und staatliche Repression, die Kriminalisierung der kurdischen Befreiungsbewegung sowie ein internationaler Antirepressionskongress.
Mit den Aktionen soll an die Opfer tödlicher Polizeigewalt wie Oury Jalloh, Halim Dener oder Dennis J. erinnert werden und die grundlegende Funktion der Polizei zur Wahrung kapitalistischer Interessen thematisiert werden. Weiterhin richten sich Protest und Widerstand gegen die drohende polizeiliche Räumung des linken Wohnprojekts „Liebig14“ am 2. Februar und gegen den 14. Europäischen Polizeikongress in Berlin.

Dienstag, 2. Februar | 8 Uhr | Räumung der Liebig14 verhindern! | Aktionen im Stadtgebiet
Nach der Räumung: 19 Uhr | Boxhagener Platz

Werde aktiv! Für den Abzug aller Besatzer aus den Kriegsgebieten.

Krieg, Kapitalismus und Rüstungsexporte sowie die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft sind die Eckpfeiler anti-militaristischen Widerstands.

Samstag, 5. Februar 2011, 13 Uhr, Marienplatz

Raus auf die Straße! Auf nach München!

Abrüstung