Archiv für Oktober 2010

Operationen unter Falscher Flagge

Insbesondere nach stark öffentlichkeitsbezogenen politischen Massenversammlungen wie die Proteste gegen den G8- oder G20-Gipfel ist in den Berichten von Polizei und Medien oft von „Chaoten“ die Rede die Autos anzünden und Schaufenster einschlagen. Diese Art von Massendemonstration diene angeblich „Gewalttouristen“ als Basis für unpolitische Zerstörungswut. In anderen Fällen ist dagegen von kriminellen sogenannten „Linksextremisten“ oder gar „Linksterroristen“ die Rede. In vielen Fällen ist jedoch nachzuweisen das sogenannte „Agent Provokateure“ sich unter die Demonstrationsteilnehmer mischen um die Situation zur Eskalation zu bringen. Diese sind in der Regel Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, BND oder zivile Mitarbeiter der Polizei.

Dass dies durch den Einsatz einer Geheimpolizei inoffiziell legitimiert ist oder legitimiert werden soll, bestätigt ein internes Papier des Innenministeriums vom 25. September 2009, das glücklicherweise zur Öffentlichkeit durchgesickert werden konnte.
Darin enthalten sind diverse Aspekte zur Trennung von Geheimdienst und Polizei:

- Der Verfassungsschutz soll Zugang zu den Daten der Vorratsdatenspeicherung enthalten, also wer wann und mit wem via Handy oder Festnetz in Verbindung gestanden hat.
- Der Verfassungsschutz soll heimlich übers Internet den Festplatteninhalt privater Computer durchsuchen dürfen.
- Der Verfassungsschutz soll heimliche Späh- und Lauschangriffe auf Privatwohnungen durchführen.
- Die DNA-Analyse soll zur erkennungsdienstlichen Standardmaßnahme werden.
- Verdeckte Ermittler sollen szenetypische Straftaten begehen dürfen, ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Jüngste Ereignisse hierfür sind ein sehr gutes und glaubwürdiges Beispiel: der „schwarze Donnerstag“ (30.09.2010) in Stuttgart.

Agent Provocateur

Zum Begriff: Ein Agent Provocateur ist ein verdeckter Staatsdiener in der Regel als Teilnehmer des anti-faschistischen Blocks gekleidet. Dieser entweder Bürger durch Provokation zu rechtswidrigen Handlungen treibt oder ein von „den Demonstranten rechtwidriges“ Verhalten oder Szenario inszeniert.

Die Berichte in den Medien über einen potentiellen Provokateur bei den S21-Protesten häufen sich und es sollen nach Angaben von Augenzeugen auch rechtswidrige Mittel angewendet worden sein, um die Stimmung künstlich aufzuheizen und die harte Vorgehensweise der Polizei zu rechtfertigen.

Das meint u.a. auch Schriftsteller Wolfgang Schorle:
„Durch meine Arbeit als Krimiautor habe ich gute Kontakte zu Polizisten. Aus diesem Umfeld habe ich Hinweise erhalten, dass es im Innenministerium Überlegungen geben soll, Provokateure einzuschleusen, die Gewalttaten begehen, die man den Demonstranten in die Schuhe schieben kann. Möglicherweise eine Gewalttat an Bereitschaftspolizisten. Das wäre schrecklich.“

Einen Bericht des WDR zu den Geschehnissen des 30.09. findet ihr hier:
http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2010/1021/stuttgart.php5

Das vermeintliche „Beweisvideo“ wurde vom Polizeipräsidium Stuttgart zur Verfügung gestellt. Laut Polizei ist ein vermummter „Demonstrationsteilnehmer“ zu sehen, der einen Beamten mit Pfefferspray attackiert.

http://www.youtube.com/watch?v=6G8NCkRtYK4

Einen Gegenbeweis, was quasi auf einen verdeckten Ermittler zurückzuführen ist, könnten die deutlich zu erkennenden Schutzprotektoren an Arm und Rückenbereich sowie das Sprechfunkgerät hinter dem linken Ohr liefern.

„Zivil unters Volk“

Zivil gekleidete Polizeibeamte die sich bei Demonstrationen unter die Teilnehmer mischen, hält das Innenministerium in Stuttgart für „ganz normal“.

„Bei allen Anlässen, bei denen mit Gewalt aus der Mitte der Demonstranten zu rechnen sei, mischen sich Beamte in Zivil unters Volk“ so der Sprecher der Freiburger Polizei.

Der schwarze Donnerstag ist kein Einzelfall sondern leider gängige Praxis! Bereits zum 1. Mai 1997 wurden in Berlin-Kreuzberg neben bürgerlich aussehenden Zivilbeamten zudem auch vermummte verdeckte Ermittler in den Reihen der Demonstranten eingesetzt, sogenannte „Biwak-Kräfte oder auch „Zylinderkräfte“ genannt. In einem Funkspruch der Polizei-Einheit „Tibet“, der in einer Reportage unter dem ehemaligen TV-Sender XXP ausgestrahlt wurde, heißt es wie folgt:
„Es wäre sehr schön, wenn Sie mir mit ner Eskalation noch ein bisschen Zeit ließen, damit ich die anderen Kräfte peu à peu nachziehen kann.“

Die italienische Regierung hat diese „Taktik“ pünktlich zum G8-Gipfel 2001 in Genua harte Realität werden lassen. Zum Auftakt der Anti-G8-Proteste wurden ganze Gruppen Beamter in szenetypischer Kleidung abgerichtet um mit möglichst viel Aufsehen in der Innenstadt Schaufenster einzuschlagen, Autos anzuzünden, die bis dahin friedlich verlaufene Demonstration zur Eskalation zu bringen und somit ein brutales Durchgreifen der Einsatzkräfte zu rechtfertigen. Die Demonstranten, mitunter auch Reporter die das Geschehen dokumentierten, wurden wahllos verprügelt und mussten zu hunderten blutüberströmt im Krankenhaus behandelt werden. Andere wurden teils mit gebrochenen Rippen, teils mit ausgeschlagenen Zähnen in eine Polizeikaserne gebracht und gefoltert. Die Beweise wurden gefälscht und vertuscht.

Das haben u.a. auch Journalisten des öffentlich-rechtlichen Senders WDR in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Journalisten, Augenzeugen, Ärzten und politischen Aktivisten herausgefunden und an die Öffentlichkeit gebracht:

Gipfelstürmer – Die blutigen Tage von Genua
Eine 5-teilige Dokureihe über den Staatsterrorismus und Faschismus unter der Regierung Berlusconis.

„Bilder, die man seit dem Sturz Francos und dem Ende der griechischen Militärdiktatur in Europa nicht mehr gesehen hatte.“

http://www.youtube.com/watch?v=E9H731Xt_04 (Teil 1)
http://www.youtube.com/watch?v=38Njnqv645Q&feature=related (Teil 2)
http://www.youtube.com/watch?v=gn33zaKjxE4&feature=related (Teil 3)
http://www.youtube.com/watch?v=awaSiOR0_Lo&feature=related (Teil 4)
http://www.youtube.com/watch?v=m_3Snr7jnA8&feature=related (Teil 5)

„Inside Job“

Wieso werden derartige Operationen unter Falscher Flagge durchgeführt? Das hat folgende Gründe:

- Friedliche Demonstranten werden als „Extremisten“ oder „Terroristen“ und somit als Feindbild porträtiert.
- Staat und Polizei benötigen einen Vorwand um hart durchgreifen zu können um vor anschließenden Ausschüssen die Verhältnismäßigkeit beweisen zu können.

Die Behörden wollen somit den Widerstand der Demonstranten in der Bevölkerung minimieren. Desinformation und Hetze in BILD-Zeitung und anderen Publikationen, die die Arbeit von Widerstandsbewegungen als Extremismus zitieren, sind die Waffenbrüder des Polizeiterrors weltweit. Man bedenke dass die Strategie der Spannung jederzeit funktioniert um die Gefahren in Bezug auf Neonazis und anderen Körperschaften aufrecht zu erhalten. Ein Polizeistaat nährt sich von der Rückhaltung der Bevölkerung.
Wir wissen, dass ihr unsere Demonstrationen als Bühne für eure Zwecke missbraucht und werden das in keinster Weise zulassen!

Ein anderer Punkt ist, dass durch massive Polizeigewalt viele Demonstranten eingeschüchtert werden und nicht mehr an Demonstrationen teilnehmen.

Höchste Zeit für Widerstand und Ungehorsam

Der Staat benötigt insbesondere diese Art von „Feindbild“, sodass der Ruf nach mehr Polizei und „Sicherheit“ und somit die Sympathie für das Gewaltmonopol blüht und gedeiht.

Der Stuttgart 21-Gegner, Dietrich Wagner, der vor 4 Wochen am 30. September bei den Protesten in Folge des Wasserwerfereinsatzes verletzt wurde, ist nun auf einem Auge blind.

Nichts desto trotz spritzen 78 neue Wasserwerfer für die Staatsgewalt bald mit noch höherem Druck aus drei Rohren und sorgen für einen noch sommerlicheren „Sprühregen“.
52 Spähfahrzeuge mit Zoom und Richtmikrofon sind auf dem Weg, während die Innenministerkonferenz ein härteres Vorgehen gegen Demonstranten angekündigt hat. „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ kann demnach mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden.
Dieser Paragraph fasst seine Wurzeln schon alleine in Bezug auf das Stemmen gegen die Laufrichtung während der Festnahme. Ob man sich dabei schlicht gegen eine willkürliche Verhaftung schützen will, interessiert nicht. Die Autorität der Einsatzkräfte ist unantastbar.

Inszenierte Feindbilder

Dieser Artikel soll in keinster Weise politisch motivierte Gewaltdelikte autonomer Bewegungen schön reden oder rechtfertigen, sondern auf die menschenfeindlichen Machenschaften der BRD und dessen heuchlerischen Diskurs eingehen. Jeder Staat benötigt öffentlichkeitswirksame Feindbilder um seine eigene Instanz einstimmig zu verteidigen und zu schützen.

Wenngleich auch „totalitäres Gedankengut“ in keinster Weise schützenswert ist, wird diese auf linkem Standpunkt gerne mal dramatisiert und der umgangssprachliche „Extremismus“ auf die Gewaltbereitschaft seiner Aktivisten reduziert. Dabei definiert sich der Extremismusbegriff für die öffentliche Wahrnehmung über die schlichte Gewaltanwendung. Fakt ist, dass Extremismus automatisch zur Gewaltanwendung führt, Gewaltanwendung jedoch nicht automatisch zu Extremismus. Demnach müssten Volkshelden, wie Georg Elser oder die französische Widerstandsbewegung „Résistance“, dem Extremismus zugeschrieben werden.
Georg Johann Elser hatte am 8. November 1939 mit Hilfe eines Sprengsatzes versucht, den Diktator Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller zu töten. Wer sich dagegen heute infolge politischer oder ethischer Zusammenhänge mit einem Neonazi „körperlich auseinandersetzt“, der wird gnadenlos in die Schublade der „Linksextremisten“ geworfen. Davon mag man halten was man will, Sinn ergibt dies jedoch keinen. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass faschistische Bewegungen allein in Deutschland ca. 150 Tote binnen 20 Jahren zu verantworten haben.
Mit extremistischem Gedankengut haben u.a. auch die häufig wiederkehrenden Brandanschläge auf Luxus-Karosserien, bei denen NIE auch nur ein Mensch körperlich zu Schaden gekommen ist, rein gar nichts zu tun, sondern sind vielmehr auf eine frustrierte und sich hilflos fühlende Protestbewegung zurückzuführen.

Diese Hetz-Kampagnen gegen angebliche „Linksextremisten“ werden dazu noch von genau denselben Institutionen verbreitet, die der Gewalt als politisches Mittel fanatisch hinterher eifern: Medien wie auch staatliche Behörden.
Die BILD-Zeitung sticht in ihrem unübersichtlichen Haufen zusammengewürfelter Widersprüche ganz besonders hervor. Einerseits redet die BILD von ihrer „friedlichen Gemeinschaft“. Einerseits schimpfen dessen Redakteure alla „Wollt ihr Tote, ihr Chaoten?“ den „Scheiß Chaoten“ hinterher, sabbern andererseits, bezüglich ihrer Forderung „knallhart gegen Randalierer vorzugehen“ auf ihre Konferenztische oder drucken Aussagen von ISAF-Offizieren alla „Unsere tapferen Soldaten, die in Afghanistan für unsere Freiheit ihr Leben riskieren“ auf die Titelseite und relativieren und verhöhnen damit die skandalösen Kriegsverbrechen und Opferzahlen an der afghanischen Bevölkerung.
Behauptet Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Zeiten des G8-Gipfels in Rostock noch „Gewalt sei kein Mittel zum Zweck“, stimmten sie und ihre Partei doch einstimmig in ihrer Kabinettsitzung vom 18. November 2009 der Mandatsverlängerung des Afghanistan-Einsatzes zu. Peinlich und dumm, müsste man doch meinen.
Der Krieg gegen Serbien und die damit verbundene verbrecherische Bombardierung Jugoslawiens, unter dessen Befehl mehr als 2 500 Menschen starben, ist nur ein weiteres Beispiel staatlicher Gewalt.
Man muss kein Genie sein, um die armselige Heuchelei der Regierung zu erkennen. Manche Medien sorgen mit ihren, aus Profitgier geschnitzten, Schlagzeilen gezielt für Desinformation um regierungskritische Bewegungen in der Öffentlichkeit zu diffamieren und die Masse gegen sie aufzuhetzen.

Vermutlich ist dem durchschnittlichen Bürger das auch ganz und gar bewusst, lässt sich aber weiterhin herum schubsen und verblöden weil dieses Unrecht die Uniform des Rechtsstaates trägt und somit offiziell „legitimiert“ ist.

Während die Gesellschaft dies widerstandslos akzeptiert, fordert der IWF derweil schon eine Finanzaufsichtsbehörde bzw. Wirtschaftsregierung, die den Notstand verhängen darf, während EU-Kommissionspräsident Barroso laut über mögliche Militärregierungen in der EU nachdenkt, „falls die Lage instabiler wird.“
Die Bundesregierung debattiert über einen erhöhten Strafrahmen für den sogenannten „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“, Berlins Innensenator Erhart Körting (SPD) über die weitere Einschränkung der Versammlungsfreiheit bis hin zu Demonstrationsverboten, während EU-weite Polizeikommandos und Militärs in Brandenburg trainieren…

Die Ruhe vor dem Sturm?

Zum Auftakt der Aktion „Castor? Schottern!“ hat der Bundestag einer weiteren tiefergehenden Verlängerung der AKW-Laufzeiten beschlossen.

Nach der hitzigen Debatte zur Energie- und Klimapolitik im Bundestag, stimmte das Parlament dafür die 17 deutschen Atomkraftwerke im Schnitt zwölf Jahre zusätzlich am Netz zu halten. Die Regierung will den neuen Gesetzesentwurf nun ohne Beschluss des Bundesrates umsetzen.
Gegen das eigensinnige Handeln der Koalition will die Opposition nun vor dem Bundesverfassungsgericht klagen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Jörn Wunderlich, erhob Vorwürfe gegen den Geschäftsführer der CDU, Peter Altmaier, im Umweltausschuss sei „massiv in die Rechte der Abgeordneten“ eingegriffen worden.

Dass hier massiv in demokratische Rechte der Bürger eingegriffen wird, interessiert die „ach so empörten“ „Volksvertreter“ genauso wenig wie die „mit sich selbst beschäftigte“ und doch so „missverstandene“ Koalition.

„Die Beteiligung der Atomenergie ersetzt noch nicht die Beteiligung des Parlaments.“

Ebenso wenig ersetzt die Beteiligung des Parlaments die Beteiligung der Volksinteressen. Etwas zum Nachdenken für euch liebe Politiker. Schlaft mal eine Nacht darüber.
Wieso ausgerechnet Norbert Röttgen (CDU) mit der gerade erst etablierten Gesetzesvorlage seiner Partei zur AKW-Laufzeitverlängerung von einer „Revolution“ in Sachen erneuerbare Energien spricht, verwundert ebenso wie die Aussage: „Sie stellen die Parteiinteressen vor die Interessen des Landes.“
Ob da jemand in Sachen parteieigener Politik die Orientierung verloren hat? Oder einfach nur mit sich selber spricht? Man weiß es nicht. Der vermeintliche „Sinn“ seiner unlogischen Philosophie, beschmückt mit etwas Selbstironie, spricht dabei Bände.

Dass sich bei zunehmender Unbeliebtheit und Misstrauen gegenüber Union und FDP, gerade Sympathien von seiten der Menschen unter den „grünen“ Kriegstreibern breit machen, verstehen wir ebenso wenig.

Pelz ist Mord

Kein Lebewesen ist minderwertig oder unwürdig und sei es auch noch so klein. Folgerichtig hat niemand das Recht Tiere zu quälen oder umzubringen, ganz zu schweigen für die selbstsüchtige materielle Bereicherung.
Fakt ist, dass alljährlich mehr als 40 Millionen Tiere weltweit für Pelzprodukte gequält und getötet werden. Bereits für einzelne Pelzprodukte werden bis zu 150 Chinchillas geschlachtet. Alleine in Deutschland existieren mindestens 30 „Pelzfarmen“. Derweil lehnen 80 Prozent der deutschen Bürger Pelz und dessen Verkauf ab. Die Pelzindustrie wird trotz alledem von der Politik noch immer gewährleistet und geschützt.
Nur durch die Zusammenarbeit vieler gewissenhafter Menschen in Folge öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen kann die Abschaffung endlich durchgesetzt werden. Zahlreiche Modehäuser sind durch den konsequenten Widerstand von Tierrechtsbewegungen bereits ausgestiegen.
Die Massenschlachtung und Massentierhaltung ist primitiv und pervers. Ob für Pelzprodukte oder den Fleischkonsum, ist diese Folter ein Vergehen an die unantastbaren Werte des Lebens.

Die Pelzindustrie wirbt für ihre blutbefleckten Produkte, während der Mensch aus reichem Hause sich stolz in dessen neuem Schmuckstück präsentiert als sei das Tragen von Pelz das normalste und natürlichste der Welt.
Dabei ist die Pelzproduktion der wohl überflüssigste und schamloseste Bestandteil kapitalistischen Normalbetriebs. Wer von uns muss denn heutzutage noch Tierfelle tragen, um sich zu warm zu halten? Zumal die Verwertungslogik von derartigen Produkten in erster Linie auf ganz andere Aspekte abzielt.

Die Tierhaltung

Die Mehrheit der Tiere wird auf sogenannten „Pelztierfarmen“ gehalten. Dort werden sie bis zu ihrer grausamen Schlachtung in engen winzigen Drahtkäfigen gehalten, in denen sie sich meist nicht einmal umdrehen können. Nerze werden zusammen mit bis zu vier Artgenossen in Käfigen a 30 × 45 cm gesperrt. Viele bleiben aufgrund der massiven Bewegungseinschränkung in den Gittern und Gestängen hängen, ziehen sich tiefe Schnittwunden zu, erleiden ansteckende Krankheiten und extreme Verhaltensstörungen. Infolge dessen kratzen sich die Tiere die Augen aus, verstümmeln ihren Nachwuchs oder fressen die eigenen Artgenossen.

Fangmethode und Tötung

Die Wildtiere, die in der freien Natur gefangen genommen werden und in die Fangeisen (Tellereisen) geraten, haben bis zu ihrem Abtransport oft tagelang mit unsäglichem Leid und Qualen zu kämpfen. Viele von ihnen sterben an hohem Blutverlust, Erschöpfung, Hunger oder Durst. Muttertiere beißen sich oft selbst das eingeklemmte Bein ab, um zu ihren Jungen zu gelangen, die ansonsten verhungern würden. Jahr für Jahr findet auf den Farmen eine blutige „Ernte“ statt, wie es in der perversen Züchtersprache genannt wird, infolge dessen Millionen von unschuldigen Tieren für die kosmetische Erscheinungsform verwöhnter egoistischer Menschen geschlachtet werden. Die Tiere werden mit Gewalt aus ihren Käfigen gezerrt, zur Tötung zusammen mit anderen Tieren in enge Holzkisten gestopft und mit Kohlenmonoxid vergast. Anderen Tieren wird das Genick gebrochen oder mit Elektroschocks a 240 Volt getötet. In anderen, teils sozial schwächeren Ländern oder solchen wie China in denen Tierschutz völlig vernachlässigt wird, wird den Tieren u.a. wortwörtlich der Schädel eingetreten oder das Fell bei lebendigem Leibe gewaltsam vom Körper gerissen. Nach dieser unmenschlichen Prozedur wird das Tier blutüberströmt als Müll entsorgt bis es dann letztendlich verhungert oder verdurstet. Das Tier erleidet unvorstellbare Schmerzen. Die tonnenschweren Berge an Tierkadavern, die sich während der tragischen Ermordung anhäufen, werden über Tierkörperbeseitigungsanstalten „entsorgt“ und zusammen mit anderen Tierkadavern aus der landwirtschaftlichen Massentierhaltung neben Kosmetikprodukten zu Tiermehl verarbeitet, das wiederum den zum Tode verurteilten Tieren in den Pelzfarmen als Futterzusatz „serviert“ wird.

Pelz und die damit verbundene Tierhaltung bedeuten ausnahmslos Folter und Tod. Und wofür? Ganz einfach: Profit.

Seit 1992 liegt in Deutschland ein Beschluss des Bundesrates vor, nach dem der
Pelzhandel gestoppt werden könne. Dieser Beschluss wurde jedoch nie umgesetzt.

Sagt Nein! zu Pelzhandel und Tierquälerei!
Werdet aktiv und stoppt die Pelzindustrie!

Demozug Sa, 30.10.2010 13 Uhr Stuttgart, Schlossplatz – Infostände schon ab 10 Uhr

weitere Infos unter:
www.stuttgart-pelzfrei.de

Rassismus als politisches Kapital

Erste A2A-Aufzeichnung über die gesellschaftliche Spaltung verschiedener ethnischer und politischer Gruppen mittels Rassimus zur Finanzierung der Staatssicherheit. Durch haltlose Vorwürfe des Rassismus soll die Unterdrückung und Abschiebung des Individuums in das politische Außenfeld vorangetrieben werden. Wenn dem Establishment durch Rassmismus geholfen wird, wie im Falle Robert Byrd, ist man gerne zum vergeben bereit und die historischen fakten werden beispielsweise durch Bill Clinton, relativiert und verharmlost. Die Bundesregierung hat ein reges Interesse daran den Rechts-/Links-Denkkatalog auftrecht zu erhaltern um Aktivisten beider seiten problemlos politisch zu kategorisieren und identifizieren zu können.
Dagegen gilt es sich aufzulehnen.

Radiosendung vom 11.10.2010

Transparenz schützt Menschenrechte

Mehr Verantwortung bei der Polizei:
Eine Kampagne von Amnesty International

Täter unbekannt…
Rechtswidrige Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung durch Staatsorgane sind Menschenrechtsverletzungen. Doch wenn die Täter Polizisten sind, gehen sie oft straffrei aus. In vielen Fällen. Auch in Deutschland.

Zu oft bleiben die Täter im Dunkeln und der Staat tatenlos.
- Amnesty International -

Demonstriert mit:
http://www.amnestypolizei.de/mitmachen/fordern.html

Stuttgart bleibt bunt

AFRA

Die An­ti­fa­scist Rock Ac­tion (AFRA) ist aus der Stutt­gar­ter Punk- und Hard­core-​Sze­ne her­aus ent­stan­den. Sie steht für die Selbst­ver­ständ­lich­keit von An­ti­fa­schis­mus sowie für ein so­li­da­ri­sches Be­wusst­sein.

Die AFRA kämpft für ein selbst­be­stimm­tes Leben und tritt aktiv gegen jede Art von Dis­kri­mi­nie­rung ein – ganz gleich ob wegen Her­kunft, Haut­far­be, Ge­schlecht, Se­xua­li­tät oder Aus­se­hen.

Mit der Or­ga­ni­sa­ti­on nicht­kom­mer­zi­el­ler Ver­an­stal­tun­gen, er­mög­licht die AFRA eine freie kul­tu­rel­le Ent­fal­tung und ist damit eine Al­ter­na­ti­ve zur kon­trol­lier­ten und auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Un­ter­hal­tungs­in­dus­trie. Au­ßer­dem un­ter­stützt die AFRA fort­schritt­li­che linke Grup­pen und deren Pro­jek­te.

Um die Be­we­gung zu stär­ken und mög­lichst viele Men­schen zu er­rei­chen, ist es wich­tig die AFRA auch an an­de­ren Orten zu eta­blie­ren. Viele Bands un­ter­stüt­zen das und ver­brei­ten diese Mes­sa­ge.
– AFRA -

www.afra.blogsport.de

Bahn-Chef Grube über Stuttgart 21

Bahnchefgrube kommentierte am Donnerstag den Protest der S21-Gegner als „nicht gerechtfertigt“, da Mensch verfassungsrechtlich kein Widerstandsrecht gegen ein Bahnprojekt habe.
„Das Bauprojekt sei durch die Parlamente ausreichend legitimiert.“

Lieber Herr Grube,
der Bürger hat zu ALLEM ein Widerstandsrecht gegen Entscheidungen die über dessen Kopf hinweg gefällt werden. Die Parlamentsabgeordneten sind selbsternannte Volksvertreter, dessen Machtsinanspruchnahme völlig undemokratisch und somit menschenrechtlich unwirksam ist. In einer wahren bzw. umgangssprachlichen Demokratie steht keine Interessensvertretung und Entscheidungskraft über der des Volkes.

Mit ihrer kurzsichtigen Philosophie, Kompromisslosigkeit und Uneinsichtigkeit verdichten Staat, Polizei und DB-Konzern nur den ohnehin erfolgversprechenden Widerstand der S21-Gegner.

Lasst euch nicht unterkriegen!
Zusammenhalt und Widerstand gegen das Bahnprojekt „Stuttgart 21“!
Unsere Solidarität und Entschlossenheit gegen ihre Gewalt und Repression!

Stuttgart21

Vom Einheitsstaat zur EU-Armee

Die CDU/CSU, die SPD, die Grünen, die Linke, die FDP, die NPD und noch einige andere Parteien sind vergleichbar mit den Kämpfern der Profi-Wrestling-Organisation WWE: Einer gewinnt vielleicht für eine gewisse Zeit die Gunst der zahlenden Zuschauer mehr als der andere und hält den Champion-Titel, aber letztendlich ist der Verlauf aller Kämpfe vorher abgesprochen und sämtliche Kontrahenten arbeiten für denselben Boss, dem der ganze Laden gehört.
Und manchmal dreht auch ein Kämpfer völlig durch, wie zuletzt Christopher Benoit. Die SPD verrät sich mit dem neuen Strategiepapier „Auf dem Weg zu einer europäischen Armee“ als Werkzeug einer eiskalten globalen Elite; das zur Spaltung und Ablenkung der Bürger entworfene Denkmuster „linksliberal gegen rechtskonservativ“ ist endgültig als Käfig für den menschlichen Geist entlarvt. Wenn als Autoren dieses Strategiepapiers Schwergewichte der amerikanischen Neokonservativen vom Schlage eines Donald Rumsfelds oder Dick Cheneys gelistet wären, würde niemand überrascht sein, stattdessen stammt es von den Mitgliedern der Bundestags-Arbeitsgruppen der SPD über Europa und Verteidigungsfragen Hans-Peter Bartels, Jörn Thießen, Ursula Mogg, Steffen Reiche, Andreas Weigel, Michael Roth, Rainer Arnold, Gerd Höfer und Petra Heß.

Wer das nötige Faktenwissen besitzt, kann den Text dekodieren, für alle Unbedarften wird der beschriebene Fahrplan zur Hölle klingen wie Engelsgesang reinsten Wassers. Der verhüllte, oberste Teil der bereits seit langer Zeit existierenden Weltregierung besteht aus alten Banker- und Raubbaron-Familien, europäischen Königshäusern und darunter, den Schattengremien wie dem „Bilderberg Club“ und dem „Council on Foreign Relations“ sowie deren Untergruppierungen. Erst dann folgt der für die Allgemeinheit sichtbare Teil: die Bundeskanzler, Premierminister etc., welche folgsam die Vorgaben ihrer Vorgesetzten den jeweiligen Bevölkerungen aufzwingen. Doch sehr zum Groll unserer Neoaristokraten ist der Kontrollapparat noch nicht perfekt, die Aufsplitterung der zahllosen einzelnen Fragmente ist ein gewaltiger Hemmschuh, außerdem wird der Zeitdruck immer größer, den Punkt ohne Wiederkehr zu erreichen, der Moment von dem ab die Weltregierung nicht mehr gestürzt werden kann.
Dummerweise haben sie nämlich die Menschen unterschätzt, besonders die Fähigkeiten der Leute, zu lernen wie die Elite denkt und handelt. Die globale Elite besteht aus Internationalisten, sie betrachten den gesamten Planeten als ihr Eigentum und ihr unterstehen so gut wie alle Regierungen der Welt. Das transatlantische Gerangel zwischen der „linksliberalen“ UNO und der „rechtskonservativen“ USA um die Bildung einer offiziellen Weltregierung ist nur der gleiche alte Schaukampf auf internationaler Ebene wie er auf nationaler Ebene geführt wird. Es geht nur darum, den Leuten vorzutäuschen sie hätten eine Auswahlmöglichkeit. Für ein globales Regime müssen natürlich die einzelnen Länder ihrer Souveränität beraubt werden. Nationale Souveränität und klare Ländergrenzen sind eine internationale Gewaltenteilung, ein Sicherheitsnetz. Genau wie die wasserdichten Schotten eines Schiffes verhindern können, dass wegen einem einzelnen vollgelaufenen Kompartment gleich der ganze Kahn absäuft, so können sich im Falle einer Machtergreifung durch Despoten in einem Land die anderen Staaten dagegen zur Wehr setzen. Hat man aber erstmal einen einzigen, gleichgeschalteten Superstaat, ist der Weg zum Regime viel kürzer und einfacher. Trotz unvorstellbarer Korruption, entlarvtem regierungsgesponserten Terror und dem Wuchern der Polizeistaats-Infrastruktur herrscht immer noch in vielen Köpfen die Vorstellung, Europa sei frei (oder zumindest „noch viel besser dran als die Amerikaner“) und die westliche Zivilisation sei praktisch unverwundbar. Wie viele Regierungen wurden in der Menschheitsgeschichte angeführt von Despoten, wie groß ist der Anteil an zentralistischen, streng hierarchischen Regimen? Antwort: 100 %.
Die fortschreitende Machtausweitung der Elite geschieht unter dem Deckmantel der Humanität, dem Sich-Zusammenschließen gegen Bedrohungen.
Wie bei einem Kult werden die Leute umgarnt mit Botschaften von Liebe und universeller Brüderlichkeit, und genau wie bei einem Kult wird sehr schnell mit Drohungen und ernsten Konsequenzen auf Kritik und Widerspruch reagiert. Milliarden britische Pfund an unseren Steuergeldern werden aufgewendet um uns und unsere Kinder zu manipulieren während der italienische Staatschef und der deutsche Bundespräsident Horst Köhler EU-Kritiker kürzlich „Terroristen“ nannten, „Demagogen“ die des „psychologischen Terrorismus“ schuldig seien. Wer nach dem ausführlichen Studium der EU-Verfassung und der globalen Elite immer noch dem hypnotischen Gesäusel über Sicherheit, Friedensmissionen und Wohlstand glaubt, dem möchten wir gerne ein Einhorn und einen Sack Zauberbohnen verkaufen.

Die Vorgaben der EU sollen natürlich über den Verfassungen und Grundgesetzen der Mitgliedsländer stehen (Art. I–6, S.18). Brüssel kann Teile dieser Verfassung nach eigenem Gutdünken abändern: Von 321 Bestimmungen des Teils 3 dürfen 154 geändert werden – ohne eine Regierungskonferenz, und ohne Zustimmung des EU-Parlaments. Darunter sind sehr wichtige Bereiche: europäischer Binnenmarkt; Arbeitnehmer; freier Warenverkehr; Kapital- und Zahlungsverkehr; Wettbewerbsregeln; Wirtschafts- und Währungspolitik; Umwelt; Verbraucherschutz; Verkehr; Landwirtschaft; Justiz; Industrie. Laut Brüssels Selbstbedienungsklausel darf die EU einen Krieg anfangen ohne Beschluss des Europäischen Parlaments, über Militäreinsätze entscheidet allein der Ministerrat der EU. Das Parlament hat weder eine Entscheidungsbefugnis noch eine Kontrolle über Truppeneinsätze. Die EU-Bürger sind mit dieser Verfassung verpflichtet, mehr Geld für militärische Aufrüstung auszugeben (Art. I– 41 Abs. 3. S.37), die Todesstrafe ist legitim „für Taten (…) die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden…“ (Schlussakte, Erklärung 12, Art.2, S.434 ). Die EU-Verfassung erklärt eine „Tötung“ für zulässig, „wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.“ (Schlussakte, Erklärung 12, Art. 2, S.434). 1999 musste die EU-Kommission, also die ganze Spitze, wegen eines Korruptionsfalles zurücktreten, dennoch räumt man den EU- Beamten Immunität für ihre gesamte Arbeit ein, selbst für die Zeit nach ihrem Ausscheiden. In keinem der einzelnen Mitgliedsländer käme man auf die Idee, seinen Beamten Immunität zu verleihen – aber in Brüssel will man nicht zur Verantwortung gezogen werden können; dabei wird dort viel einschneidender in das Leben von 500 Millionen Menschen eingegriffen. Diese Verantwortungslosigkeit wird in der geplanten Verfassung nicht nur für Beamte, sondern auch noch für „sonstige Bedienstete der Union“ für alle Zeiten fortgeschrieben. (Schlussakte, 7. Protokoll, Art. 11, S.270) Die „Achtung des Privat – und Familienlebens“ darf eingeschränkt werden, jedenfalls die der Wohnung oder von Telefon und Briefen – „für das wirtschaftliche Wohl des Landes“ oder „zum Schutz der Moral“ (Schlussakte, Erklärung 12, Art. 7, S.438) Die Quellen-Angaben und die Seitenzahlen beziehen sich auf den offiziell von der EU herausgegebenen „Vertrag über eine Verfassung von Europa“ (ISBN 92 – 824 – 3098 – 7). Nun sind wir Deutschen laut dem SPD-Strategiepapier umgeben von Partnern, das „klassische Szenario einer nationalen Verteidigung, eines Großangriffs auf Europa mit Armeen, Panzern und Kampfbomberflotten, ist unwahrscheinlich geworden“. Nationale Armeen seien „Relikte des vergangenen Jahrhunderts“. Die von den europäisch-amerikanischen Zentralbankern kontrollierten Staaten Russland und China werden Europa vorerst nicht angreifen, was sind also die Gründe für die EU-Superarmee? Wer ist der Feind? Als Gründe für die EU-Armee werden ausnahmslos genau jene Krisen angeführt, die die globale Elite selbst geschaffen hat. Man nennt diese Technik „Problem-Reaktion-Lösung“:
1.) Die „strategische Bedrohung“ durch den internationalen Terrorismus“, genauer: „fundamental-islamistischer Terror“.
Der Großteil der Terroranschläge, vor allem die spektakulären Taten, sind das Werk der westlichen Geheimdienste. Die echte Al-Kaida ist immer eine externe Einsatztruppe der CIA gewesen und wird zurzeit gegen den Iran eingesetzt.

2.) Die „Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und Raketentechnologie“.
Der Westen lieferte u.a. Saddam Hussein und Nordkoreas Regimen die nötigen Technologien und Waffensysteme.

3.) Die „Instabilität die durch regionale Konflikte hervorgerufen wird sowie die sogenannten gescheiterten Staaten“.
Gescheiterte Staaten werden jene Staaten genannt, die noch nicht unter Kontrolle sind und deswegen von der Weltregierung absichtlich destabilisiert werden. Die Destabilisierung findet statt durch z.B. verdeckte Operationen, Unterstützung von Terror, Staatsstreiche die zu Diktaturen führen die man nachher schön bekämpfen kann, die Radikalisierung von Gruppen, Schaffung von radikalen Gruppen wie die von den Israelis geschaffene Hamas etc. Die EU-Armee soll laut dem Strategiepapier eindeutig für Kriege „außerhalb des eigenen Kontinents“ eingesetzt werden. Wer den illegalen Krieg gegen den Irak verurteilte, der kann sich auf einiges mehr gefasst machen.

4.) „Die Gefahren die aus dem organisierten Verbrechen resultieren“, da jene Gefahren eine „externe Dimension“ besitzen: „Waffen-, Drogen- und Menschenschmuggel, Verbindungen zum internationalen Terrorismus.“
Die globale Elite hat das Monopol auf den Drogenhandel, den Waffen- und den Menschenhandel; die Verbindung der Mafia-Clans zur globalen Elite sind legendär. Der ehemalige Leiter aller Lateinamerika-Operationen der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA Cele Castillo musste u.a. schmerzhaft erfahren dass seine Organisation einzig damit beauftragt war, die Konkurrenz der CIA-Kartelle auszuschalten. Seit dem Krieg gegen Afghanistan erlebte die Nation eine Explosion des Schlafmohn-Anbaus, inzwischen wird der Anbau sogar offiziell von den internationalen „Schutztruppen“ geduldet.
Zum Waffenschmuggel wäre zu sagen, dass zwecks Destabilisierung standardmäßig den verschiedenen, verfeindeten Fraktionen in Entwicklungsländern die Werkzeuge geliefert werden, um sich gegenseitig aus dem Weg zu räumen (siehe Afrika). Die UNO und Konzerne wie Dyncorps nehmen die obersten Treppenplätze ein in Sachen Menschenschmuggel bzw. Sexsklaverei.

5.) Europa müsse als Einheit handeln, um sich angesichts der „wachsenden Mächte China und Indien“ zu bewähren.
Da u.a. David Rockefeller und Henry Kissinger dafür gesorgt haben dass China und Indien zum Billiglohnsklaven-Eldorado für jeden westlichen Konzern geworden sind, konnten massenweise und im Einverständnis mit den Politikern europäische Arbeiter entlassen werden. Wenn die vorgeschobenen Feinde und Probleme also in Wirklichkeit alle der globalen Elite nützen, wer bleibt dann übrig als tatsächlicher Gegner für die neue EU-Armee? Ganz recht: Die gegen die neue faschistische Weltordnung aufbegehrenden Bürger Europas und den Rest der Welt. Die Definition des Aufgabenbereichs der EU-Armee hätte wohl kaum umfassender ausfallen können: „Falls ein Mitgliedsstaat auf seinem Territorium das Opfer einer bewaffneten Aggression wird, haben die anderen Mitgliedsstaaten die Pflicht, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen um zu helfen.“ Hatten die Deutschen vormals noch das Recht unter dem deutschen Grundgesetz zum Widerstand „falls andere Abhilfe nicht möglich ist“, kann künftig unter der EU-Verfassung jede gewaltsame Niederschlagung eines Bürgeraufstandes durch die EU-Armee als „rechtmäßig“ abgenickt werden. Nach den von den Geheimdiensten inszenierten Terroranschlägen von Madrid im Jahr 2004 hatte man genügend Vorwand um die sogenannte „Solidaritätsklausel“ zum EU-Verfassungsvertrag hinzuzufügen:

„(1) Die Union und ihre Mitgliedsstaaten sollen gemeinsam im Geiste der Solidarität handeln falls ein Mitgliedsstaat das Ziel eines Terroranschlages oder das Opfer einer natürlichen oder durch Menschenhand geschaffenen Katastrophe wird. Die Union soll alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente mobilisieren, inklusive der den Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellten militärischen Ressourcen, um (a) die terroristische Bedrohung in dem Gebiet der Mitgliedsstaaten zu verhindern, demokratische Institutionen und die Zivilbevölkerung vor einem Terroranschlag zu schützen, einem Mitgliedsstaat auf Bitte dessen politischer Führung zu assistieren im Falle eines Terroranschlags (b) einem Mitgliedsstaat auf Bitte dessen politischer Führung zu assistieren im Falle einer natürlichen oder von Menschenhand geschaffenen Katastrophe (Art. I-43).“

Das Phantom Al Kaida oder die bloße Bedrohung durch eine sonstige imaginäre Gruppe reicht also bereits aus um praktisch jede gewünschte „präventive“ Maßnahme zu legitimieren. In Osteuropa foltert man schon ahnungslose Muslime und kleine Nummern des irakischen Widerstandes so lange bis sie alles zugeben, was man ihnen andichten möchte. Die Formulierungen machen es möglich, Truppen aus jedem EU-Einzelstaat in einem anderen Einzelstaat einzusetzen. Die meisten Deutschen verhaften, foltern und töten eher ungern andere Deutsche, deswegen schickt man die deutschen Truppen eben woandershin und lässt beispielsweise polnische Soldaten in Deutschland aufmarschieren. Wir sehen die gleiche Planung in der wachsenden Nordamerikanischen Union: Der US-Präsident ist bei jeder Art von größerem Notstand laut Military Comissions Act und Warner Defense Authorization Act, automatisch Diktator und kann über Northcom u.a. mexikanische Truppen gegen aufbegehrende US-Bürger einsetzen.
Die Tatsache dass weiße, amerikanische Wallstreet-Broker seit langer Zeit heimlich rassistische, US-feindliche Gruppierungen wie „La rasa“ (Die Rasse) und „La reconquista“ (Die Rückeroberung) finanzieren, wird sich sicherlich auszahlen. Wer will den totalen Krieg? Die „Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik Europas“ soll sich „nicht auf die militärische Sphäre beschränken“, sondern auch „zivile Komponenten“ beinhalten. Die „Mixtur von zivilen und militärischen Ressourcen, zusammen mit der Überzeugung dass derzeitige Bedrohungen nicht ausschließlich militärischer Natur sind, (…) ist ein Markenzeichen europäischer Politik“. Es wird die Schaffung einer „Europäischen Lufttransportkontrolle“ gefordert, ein „echter Rat der Verteidigungsminister“, eine elitäre „Europäische Militärakademie oder -Universität“ zur Gleichschaltung der „Ausbildungs- und Trainingsstandards für künftiges Führungspersonal in den europäischen Streitkräften“, ein „europäisches Verteidigungsministerium“ und vieles mehr. Man hat auch schon geplant, wie man dem zu erwartenden Widerstand gegen die Pläne beikommt: Man lässt zuerst nur ein paar EU-Staaten einer „Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion“ beitreten und wenn der Fisch den Köder erstmal gefressen hat, dann ist der Rest nur noch ein Kinderspiel.

(Alle Zitate des SPD-Strategiepapiers stammen aus der übersetzten, englischen Fassung)

EU_Armee

Anarchismus

Anarchie oder auch Anarchismus genannt, beschreibt einen gesellschaftlichen Zustand, in dem es keinen Staat und keine Regierung mehr gibt.
Anarchismus beinhaltet den Gedanken, dass alle Menschen unterschiedliche Individuen sind, und sie als diese akzeptiert und toleriert werden sollen.
Anarchisten streben danach, die offensichtlichen oder subtilen Formen der Herrschaft, denen jeder von uns unterworfen ist, aufzuzeigen und zu bekämpfen.

Anarchie bedeutet keinesfalls Chaos und Regellosigkeit sondern eher Ordnung und Regeln OHNE Herrschaft mit einem Maximum an Freiheit des Individuums.
Anhand eines Schachspiels können wir erkennen, das es in einer Gemeinschaft Regeln geben muss um das menschliche Miteinander zu ordnen, dafür bedarf es jedoch keinerlei Herrschaft bzw. Autorität.
Anarchie ist ein Zustand in dem Individuen in gegenseitigem Vertrauen und Respekt zueinander leben.

Der Anarchismus hat gemeinsame Wurzeln teils aus der europäischen Aufklärung, wie auch von föderalistischen Gesellschaftsstrukturen indigener Völker
in Amerika erhalten, die sich quasi basis-demokratisch ohne Staat organisiert haben. Der Anarchismus ist undogmatisch und wird somit laufend kritisiert und verbessert.
In einer anarchistischen bzw. libertären Gesellschaft, sind Ausbeutung und Entfremdung, Konkurrenz, Unterdrückung, Militarismus und Befehlsprinzip, Krieg und grobfahrlässige Naturzerstörung
überwunden.
Alle haben gleiche politische und soziale Rechte und organisieren ihr Leben selbstbestimmt, ohne staatliche Behörden, Stellvertreter mit freiem Mandat, Chefs oder ausbeuterische Wirtschaftssysteme. Die Produktion, die Bildung, die Verwaltung öffentlicher Einrichtungen und Versorgungssysteme, etc. sind selbstverwaltet, dezentral und transparent organisiert und dienen dem Wohlstand aller, nicht dem Profit einer Minderheit. Produziert wird nicht für den Markt sondern für alle und das zu umwelt- und sozialverträglichen Bedingungen.
Dem Individuum wird ein Maximum an persönlicher Entfaltung ermöglicht. Kinder wachsen in einem Klima auf, in dem sie von Anfang an lernen, respektvoll und solidarisch miteinander umzugehen.
Mit Faustrecht, Bürgerkrieg, Plünderung oder Chaos hat Anarchie, nicht das Geringste zu tun.

Geschichte des Anarchismus

Der Begriff Anarchie stammt vom griechischen „An-Archia“ (herrschaftsfrei) und wurde schon frühzeitig in Zusammenhang mit anti-autoritären Arbeiterbewegungen aufgegriffen. Das Modell des modernen Anarchismus entstand in vielen Fällen aus den Freiheitskämpfen heraus und wurde durch zahlreiche bedeutende Theoretiker und Revolutionäre im Laufe der Jahrhunderte entwickelt und optimiert. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Ukraine, ausschlaggebend durch die russische Revolution und den Widerstand gegen die bolschewistische Parteiherrschaft, die erste anarchistische Gesellschaftsordnung ermöglicht. Diese wurde jedoch 1917 durch die Besetzung der Achsenmächte und die Wiedereinführung des Zaren zunichte gemacht.
Als im Juli 1936 die neu gegründete links-sozialistische Republik in Spanien, durch einen Staatsstreich der Faschisten unter General Francisco Franco abgelöst worden war, wurde der Putsch durch die anarchistische Bewegung innerhalb weniger Tage vereitelt und der Anarchismus eingeführt. Dieser wurde in den Hochburgen der Anarchisten, Andalusien und Katalonien, sowie in den Industriegebieten Madrids, Barcelonas und Valencias bis zur militärischen Unterstützung Francos durch Hitler 1939 erfolgreich etabliert.

Anarchismus in den Medien

Der durchschnittliche Bürger macht sich mit den Worten: „Anarchie würde nie funktionieren“, seine zwei Minuten Gedanken über den Begriff „Anarchismus“ und meint, damit wisse er bereits alles.

Der Anarchismus wird in den Massenmedien, wie auch von Staat und Behörden, laufend diffamiert und missbraucht. Im Duden ist die Ideologie des Anarchismus als schlichte „Gesetzlosigkeit“ definiert, während das Fernsehen und Zeitung den Begriff verwenden, um chaotische und kritische Regionen oder Zustände zu beschreiben. So wurde u.a. als zu Zeiten der Notlage in Haiti die Plünderungen ausbrachen, die Situation als „Anarchie“ betitelt.
Zudem wird nach den Vertretern des Anarchismus immer öfter mit der „Extremismus-Keule“ geschlagen und somit anarchistische Aktivisten und Radikale Linke in einen Topf geworfen oder gar als „gewalttätige Chaoten“ oder „erlebnisorientierte Krawalltouristen“ „ohne jegliche politische Grundlage“ verleumdet.

In Wahrheit jedoch waren u.a. Anarchisten die ersten Menschen, die auf Umweltprobleme hingewiesen haben. Anarchisten haben im Laufe der Geschichte immer wieder den Faschismus und den Imperialismus bekämpft.
Zudem ist der Anarchismus die einzige Alternative einen freien und menschlichen Sozialismus zu gewährleisten.

„Die Regierung des Menschen über den Menschen ist Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.
Regiert sein, das bedeutet unter polizeilicher Überwachung stehen, inspiziert, dirigiert, mit Gesetzen überschüttet, reglementiert, eingepfercht, belehrt, bepredigt, kontrolliert, eingeschätzt, abgeschätzt, zensiert, kommandiert zu werden durch Leute, die weder das Recht, noch das Wissen, noch die Kraft dazu haben…
Regiert sein bedeutet, bei jeder Handlung, bei jedem Geschäft, bei jeder Bewegung notiert, registriert, erfasst, taxiert, gestempelt, vermessen, bewertet, versteuert, patentiert, lizensiert, autorisiert, befürwortet, ermahnt, behindert, reformiert, ausgerichtet, bestraft zu werden. Es bedeutet, unter dem Vorwand der öffentlichen Nützlichkeit und im Namen des Allgemeininteresses ausgenutzt, verwaltet, geprellt, ausgebeutet, monopolisiert, hintergangen, ausgepresst, getäuscht, bestohlen zu werden; schließlich bei dem geringsten Widerstand, beim ersten Wort der Klage unterdrückt, bestraft, heruntergemacht, beleidigt, verfolgt, misshandelt, zu Boden geschlagen, entwaffnet, geknebelt, eingesperrt, füsiliert, beschossen, verurteilt, verdammt, deportiert, geopfert, verkauft, verraten und obendrein verhöhnt, schikaniert, beschimpft und entehrt zu werden. Das ist die Regierung, das ist ihre Gerechtigkeit, das ist ihre Moral.“

– Pierre-Joseph Proudhon –

Anarchie