Archiv für Juni 2010

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Liebe Presse,
unsere finanzielle Beteiligung an einem sozialen Projekt für Tansania basierte nicht auf Kooperation mit dem Vorstand des DRK. Vielmehr hatten wir uns die Freiheit genommen den jungen Teilnehmern eines FSJ-Seminars für einen guten Zweck finanziell unter die Arme zu greifen, nachdem man sich vertrauensvoll an uns gewendet hat. Aufrufe zu Spendenaktionen für hilfsbedürftige Menschen geben wir natürlich gerne weiter und hatten somit öffentlich dazu aufgerufen, die jungen Leute zu unterstützen um den Erfolg des Projekts voranzutreiben. Wir hatten der Gruppe einen bestimmten Betrag zur Verfügung gestellt, um die anfallenden Kosten für Materialien zu decken und den Rest als Spendenbeitrag zu hinterlassen. Diesen mussten wir nun leider wieder zurücknehmen. Unsere Beziehungen zur Seminargruppe bleiben selbstverständlich vertraulich.

Dadurch dass wir das DRK unbeabsichtigt in Missverständnisse verwickelt haben, werden wir uns auf dessen Wunsch als offizieller Sponsor zurückziehen, behalten uns aber weiterhin das Recht vor die Menschen auf soziale Missstände und Krisen-Regionen aufmerksam zu machen, bedürftige Hilfsorganisationen in jedweder Form zu unterstützen sowie zu sozialem Engagement aufzurufen.
Das Projekt wurde nun Dank der Medien in Heidenheim anulliert und auf eine andere Ortschaft verlegt, das Projekt an sich bleibt wie es ist. Da wir das Projekt keineswegs gefährden möchten, werden wir keine weiteren Informationen veröffentlichen und auch nicht weiter dazu aufrufen.
Wir wünschen den jungen FSJlern viel Glück.

Anarchistische Grüße
Autonom Anarchistische Allianz

Polizeigewalt in Ulm und Stuttgart

Anlässlich der Proteste gegen die geplanten Sparpakete der Regierung am Samstag, den 12. Juni in Stuttgart wurde ein Demonstrant Opfer massiver Polizeigewalt. Ein Beamter packte den jungen Mann von hinten gewaltsam am Kopf und schlug diesen ohne ersichtlichen Grund zu Boden. Andere schlugen unbeteiligten Passanten mit Einsatzhandschuhen ins Gesicht, die offenbar „im Weg standen“.
Angemessener Gegenwind kam jedoch von umherstehenden Passanten und Demonstrationsteilnehmern, die das skandalöse Verhalten der Polizei lautstark zum Ausdruck brachten.

Am Freitag zuvor hatten sich regionale Anhänger der Punk-Szene zu einem friedlichen Picknick am Donau-Ufer zusammengefunden, als kurze Zeit später Einsatzkräfte der Polizei anrückten und den dort anwesenden Punks, aufgrund eines brennenden Lagerfeuers, willkürliche Platzverweise erteilten. Dass die jungen Leute nicht gleich in der nächsten Sekunde den Platz geräumt hatten, machte für die Beamten zunächst den Einsatz von Pfefferspray ohne jegliche Vorwarnung selbstverständlich.
Erneut werden durch gezielte Desinformation und Medienhetze Missstände erzeugt und Tatsachen vertauscht, wodurch sich die sensations- und profitgierige Presse sowie polizeilichen Behörden behaupten, brutale Vorgehensweisen und unmenschliches anti-soziales Verhalten rechtfertigen und diese in der Gesellschaft verankern.

In diesem Sinne:

NO JUSTICE – NO PEACE!
FIGHT THE POLICE!

Polizeibrutalität